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Hl. Edmund - König & Märtyrer

Hl. Edmund - König & Märtyrer

Hl. Edmund

Als die Wikinger East Anglia eroberten, verlor Edmund sein Königreich und sein Leben. Doch aus dem Ende seiner Herrschaft entstand eine Verehrung, die den angelsächsischen König über Jahrhunderte zu einem der bedeutendsten Heiligen Englands machte.

Sein Königreich fiel an die Wikinger, seine Verehrung begann erst danach. Edmund wurde vom besiegten König zu einem der großen Heiligen des mittelalterlichen England.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Edmund

Edmund verlor an einem einzigen Wendepunkt Krone, Reich und schließlich sein Leben. Als die Wikinger East Anglia eroberten, endete die Herrschaft des jungen Königs – doch gerade sein Tod begründete eine Verehrung, die ihn zu einem der bedeutendsten Heiligen des mittelalterlichen England machte.

Gedenktag

20.11.

Schutzpatron

Könige • Suffolk • Folteropfer • Wölfe

Attribute

Bär • königliche Kleidung • Krone • Reichsapfel / Zepter

Bedeutung

Edmund steht für Standhaftigkeit in einer Situation, in der politische Macht keinen Schutz mehr bot. Seine Herrschaft endete mit der Eroberung East Anglias, während die spätere Märtyrertradition besonders seine Weigerung hervorhob, seinen Glauben aufzugeben.

Passender Anlass

Eine Figur des hl. Edmund eignet sich als persönliche Namensfigur für Edmund, besonders zum Namenstag am 20. November sowie zur Taufe oder Firmung. Durch seine Stellung als König und Märtyrer kann sie außerdem ein religiöses Geschenk sein, wenn Verantwortung, Standhaftigkeit und Treue zu einer Überzeugung im Mittelpunkt stehen.

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Hl. Edmund mit Reichsapfel und Bär
Hl. Edmund mit Reichsapfel und Bär Angebotab €150,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Edmund

Der heilige Edmund – König von Ostanglien und Märtyrer

Der hl. Edmund von Ostanglien war im 9. Jahrhundert König des angelsächsischen Reiches East Anglia im heutigen England. Als dänische Wikinger 869 in sein Herrschaftsgebiet eindrangen, verlor Edmund sein Reich und sein Leben. Die spätere christliche Überlieferung erinnert ihn als König, der sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören, und dafür den Märtyrertod erlitt. Seine Verehrung verbreitete sich schon früh und machte ihn im Mittelalter zu einem der wichtigsten englischen Heiligen. Sein Gedenk- und Namenstag ist der 20. November.

Ein König in einer Zeit der Wikingerzüge

Edmund regierte East Anglia seit etwa 855. Über seine frühen Lebensjahre ist historisch nur wenig sicher bekannt, da viele zeitgenössische Quellen aus dem ostanglischen Gebiet während der Wikingerzüge verloren gingen. Münzfunde und die Angelsächsische Chronik bestätigen jedoch seine Königsherrschaft und seinen Tod während der dänischen Eroberung East Anglias.

Seine Regierungszeit endete 869, als das Große Heidnische Heer in East Anglia eindrang. Schon diese wenigen historischen Eckdaten zeigen Edmund als Herrscher in einer Phase tiefgreifender politischer Umbrüche.

Zwischen historischem König und Märtyrerlegende

Die Angelsächsische Chronik berichtet knapp, dass Edmund gegen die Dänen kämpfte und getötet wurde. Rund ein Jahrhundert später schilderte Abbo von Fleury sein Ende ausführlicher: Edmund sei gefangen genommen worden und habe sich geweigert, seinen christlichen Glauben aufzugeben. Daraufhin sei er an einen Baum gebunden, mit Pfeilen beschossen und schließlich enthauptet worden.

Diese spätere Passionsgeschichte prägte die Edmund-Verehrung entscheidend. Pfeile, Baum und Schwert gehören deshalb neben königlichen Insignien und verschiedenen Tierattributen zu seiner Bildtradition.

Ein Wolf bewacht das verlorene Haupt

Eine der bekanntesten Edmund-Legenden setzt nach seiner Enthauptung ein. Sein Körper wurde gefunden, sein Haupt jedoch zunächst nicht. Nach der Erzählung führte ein Wolf die Suchenden zum abgeschlagenen Haupt und bewachte es, bis Körper und Kopf wieder vereint werden konnten.

Der Wolf wurde dadurch zu einem besonders gut erklärbaren Tierattribut Edmunds. Daneben ist in der Heiligenikonografie auch der Bär als Attribut überliefert – genau diese seltenere Darstellung greift eure Holzfigur auf.

Bär, Krone und Pfeile in der Darstellung

Der hl. Edmund kann in königlichen Gewändern oder Ritterrüstung erscheinen. Zu seinen Attributen gehören je nach Darstellung Krone, Zepter, Reichsapfel, Pfeile, Schwert, Baum, Wolf und Bär.

Bei eurer Figur ist insbesondere der Bär auffällig. Dieses Tier wird in ikonografischen Verzeichnissen ausdrücklich Edmund von Ostanglien zugeordnet; eine ebenso eindeutige und weit verbreitete Einzellegende zur Herkunft des Bären wie beim Wolf ist jedoch nicht überliefert. Deshalb sollte der Bär als traditionelles Edmund-Attribut bezeichnet, aber nicht mit einer erfundenen Episode erklärt werden.

Bury St Edmunds – eine Stadt trägt seinen Namen

Edmunds Reliquien wurden im frühen Mittelalter nach Beodericsworth übertragen. Der Ort entwickelte sich zu einem bedeutenden Wallfahrtszentrum und wurde schließlich nach dem Heiligen Bury St Edmunds genannt. Die dortige Abtei gehörte im Mittelalter zu den bekanntesten Edmund-Heiligtümern Englands.

Seine Verehrung wurde so stark, dass Edmund über lange Zeit als einer der bedeutendsten Schutzheiligen Englands galt. Noch heute sind sein Name und seine Geschichte eng mit Suffolk und Bury St Edmunds verbunden.

Schutzpatron von Königen und Suffolk

Edmund wird traditionell als Patron von Königen, der englischen Grafschaft Suffolk, von Folteropfern und Wölfen sowie gegen bestimmte Seuchen verehrt. In England besitzt seine Verehrung bis heute eine besondere regionale Bedeutung.

Seine Stellung als König und Märtyrer verbindet dabei zwei wesentliche Seiten seines Heiligenbildes: politische Verantwortung und Glaubenstreue.

Name und Gedenktag des heiligen Edmund

Der Name Edmund ist germanischen beziehungsweise altenglischen Ursprungs. Das Ökumenische Heiligenlexikon deutet ihn sinngemäß als „Schützer des Besitzes“.

Der Gedenk- und Namenstag des hl. Edmund von Ostanglien ist der 20. November. Dieses Datum wird in katholischer, anglikanischer und orthodoxer Tradition geführt.

Der heilige Edmund als Holzfigur

Eine Holzfigur des heiligen Edmund mit Bär greift eine traditionelle, aber weniger häufig erklärte Form seiner Ikonografie auf. Der Bär wird in ikonografischen Verzeichnissen ausdrücklich dem hl. Edmund zugeschrieben; Krone oder weitere königliche Insignien verweisen zusätzlich auf seine Stellung als König von Ostanglien.

Als Namensfigur eignet sich der hl. Edmund besonders für Menschen mit dem Namen Edmund, beispielsweise zum Namenstag am 20. November, zur Taufe oder Firmung. Seine Lebensgeschichte verbindet die Figur darüber hinaus mit den Themen Verantwortung, Glaubenstreue und Standhaftigkeit.

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