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Hl. Ewald - Glaubensbote & Märtyrer

Hl. Ewald - Glaubensbote & Märtyrer

Hl. Ewald

Zwei Männer, derselbe Name und ein gemeinsamer Auftrag: Ewald der Schwarze und Ewald der Weiße verließen ihre Heimat, um unter den Sachsen zu missionieren. In Westfalen endete ihr Weg gemeinsam im Martyrium.

Hinter dem Namen Ewald stehen zwei Missionare. Der Schwarze und der Weiße Ewald kamen gemeinsam nach Westfalen – und bezahlten ihren Auftrag schließlich mit dem Leben.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Ewald

Ewald ist eigentlich ein Name für zwei Geschichten, die kaum voneinander zu trennen sind. Der Schwarze und der Weiße Ewald zogen gemeinsam als Missionare nach Westfalen, verkündeten dort den christlichen Glauben und starben schließlich gemeinsam als Märtyrer.

Gedenktag

03.10.

Schutzpatron

Westfalen • Köln

Attribute

Buch • Schwert • Ordensgewand

Bedeutung

Ewald steht für eine Form von Glaubensvermittlung, bei der Mission nicht aus sicherer Entfernung geschieht. Die beiden Ewalde verließen ihre Heimat, gingen in eine ihnen fremde Region und hielten an ihrem Auftrag fest, obwohl sich ihre Situation zunehmend gefährlich entwickelte.

Passender Anlass

Eine Figur des hl. Ewald eignet sich besonders als persönliche Namensfigur für Ewald, etwa zum Namenstag am 3. Oktober, zur Taufe oder Firmung. Durch die starke regionale Tradition besitzt sie außerdem einen besonderen Bezug zu Westfalen, Köln und dem Rheinland sowie zu Menschen, die sich mit Mission und Glaubensverkündigung verbunden fühlen.

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Hl. Ewald mit Schwert und Palmzweig
Hl. Ewald mit Schwert und Palmzweig Angebotab €150,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Ewald

Der heilige Ewald – Glaubensbote und Märtyrer in Westfalen

Der hl. Ewald gehört zur Geschichte zweier angelsächsischer Missionare gleichen Namens, die als Ewald der Schwarze und Ewald der Weiße bekannt wurden. Um 690 kamen sie gemeinsam mit anderen Glaubensboten auf den europäischen Kontinent und zogen anschließend zur Mission unter den Sachsen nach Westfalen. Dort verkündeten sie den christlichen Glauben und wurden schließlich gewaltsam getötet. Ihre gemeinsame Verehrung entwickelte sich besonders im Rheinland und in Westfalen; ihr Gedenk- und Namenstag ist der 3. Oktober.

Zwei Missionare mit demselben Namen

Die beiden Ewalde waren angelsächsische Priester beziehungsweise Mönche. Weil sie denselben Namen trugen, unterschied die Überlieferung sie nach ihrer Haarfarbe als „der Schwarze“ und „der Weiße Ewald“. Gemeinsam kamen sie im Umfeld des hl. Willibrord auf den Kontinent und wurden zur Mission unter den damals noch überwiegend nichtchristlichen Sachsen ausgesandt.

Ihre Geschichte ist damit eng mit jener Missionsbewegung verbunden, die im späten 7. Jahrhundert von den britischen Inseln aus große Teile des heutigen Deutschlands und der Niederlande erreichte.

Mission in einer Region voller Widerstände

Die Ewalde zogen in das Gebiet des heutigen Westfalen und versuchten dort, mit den einheimischen Sachsen in Kontakt zu treten. Die Quellen berichten, dass sie zunächst freundlich aufgenommen wurden und hofften, auch den örtlichen Anführer für den christlichen Glauben gewinnen zu können.

Gerade diese Hoffnung führte jedoch zu ihrem gewaltsamen Ende. Einige Bewohner fürchteten offenbar, dass eine Bekehrung ihres Anführers größere religiöse Veränderungen auslösen könnte.

Der Tod der beiden Ewalde

Nach der kirchlichen Überlieferung wurden die beiden Missionare überfallen und getötet. Dabei erlitt Ewald der Weiße zuerst den Tod, während Ewald der Schwarze nach schweren Misshandlungen ebenfalls ermordet wurde. Die Überlieferung berichtet anschließend davon, dass ihre Leichname in einen Fluss geworfen wurden.

Diese Ereignisse führten zu ihrer Verehrung als Märtyrer und Glaubensboten. Ihr Tod wurde nicht als Scheitern der Mission verstanden, sondern als Zeugnis dafür, dass sie ihren Auftrag trotz der Gefahr nicht aufgegeben hatten.

Buch und Schwert in der Darstellung

Die verbreitete Holzfigur des hl. Ewald zeigt ihn in langem Ordensgewand mit Buch und Schwert. Das Buch verweist auf seine Aufgabe als Glaubensbote und Verkünder, während das Schwert an seinen gewaltsamen Tod und die Märtyrerverehrung erinnert.

Damit verbindet die Figur zwei zentrale Seiten seiner Geschichte: Verkündigung und Martyrium. Anders als bei vielen Bischofsheiligen steht hier nicht ein kirchliches Leitungsamt, sondern die Mission selbst im Mittelpunkt.

Köln wird zum Zentrum ihrer Verehrung

Jahrhunderte nach ihrem Tod wurden die Gebeine der beiden Ewalde feierlich erhoben. 1074 ließ Erzbischof Anno II. ihre Reliquien nach Köln bringen, wo sie in der Kirche St. Kunibert verehrt wurden.

Dadurch entwickelte sich Köln zu einem wichtigen Mittelpunkt ihres Kultes. Ihre Verehrung blieb zugleich eng mit Westfalen verbunden, wo die beiden Missionare ursprünglich wirkten und starben.

Gedenktag und regionale Bedeutung

Der Gedenk- und Namenstag des hl. Ewald ist der 3. Oktober. In den Erzbistümern Köln und Paderborn sowie in den Bistümern Essen und Münster wird der Tag regional besonders begangen. Für Münster wird zusätzlich der 29. Oktober als Erinnerung an die Ankunft der Reliquien geführt.

Damit besitzt Ewald gerade für den deutschsprachigen Raum einen starken regionalen Bezug zu Westfalen, Köln und dem Rheinland.

Der heilige Ewald als Holzfigur

Eine Holzfigur des heiligen Ewald mit Buch und Schwert greift seine überlieferte Rolle als Glaubensbote und Märtyrer auf. Das Buch steht für die Verkündigung des christlichen Glaubens, das Schwert für das gewaltsame Ende seiner Mission.

Als Namensfigur eignet sich der hl. Ewald besonders für Menschen mit dem Namen Ewald, etwa zum Namenstag am 3. Oktober, zur Taufe oder Firmung. Durch seine Lebensgeschichte besitzt die Figur zudem einen besonderen Bezug zu Westfalen, Köln, Mission und Glaubenszeugnis.

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