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Hl. Franziskus von Assisi • Ordensgründer & Patron der Ökologie

Hl. Franziskus von Assisi • Ordensgründer & Patron der Ökologie

Hl. Franziskus

Franziskus hätte das wohlhabende Leben seiner Familie weiterführen können. Stattdessen verzichtete er auf Besitz und gesellschaftlichen Rang und begann ein Leben in Einfachheit, das Menschen, Tiere und die gesamte Schöpfung mit neuer Aufmerksamkeit betrachtete.

Wohlstand ließ Franziskus hinter sich. Sein neuer Weg führte zu Armen und Kranken, in die Einfachheit und schließlich zu einer Gemeinschaft, aus der der Franziskanerorden entstand.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Franziskus

Franziskus besaß die Möglichkeiten für ein komfortables Leben – und entschied sich für einen vollkommen anderen Weg. Aus dem wohlhabenden Kaufmannssohn aus Assisi wurde ein Ordensgründer, der Armut, Frieden, Nähe zu ausgegrenzten Menschen und Achtung vor der Schöpfung miteinander verband. Seine Lebensweise prägt die franziskanische Tradition seit mehr als 800 Jahren.

Gedenktag

04.10.

Schutzpatron

Tiere • Ökologie • Umweltschutz • Italien

Attribute

Ordensgewand • Stigmata • Kreuz • Vögel/Tiere

Bedeutung

Franziskus steht für einen bewussten Gegenentwurf zu Besitz, gesellschaftlichem Rang und Distanz gegenüber Schwächeren. Sein Lebensweg führte ihn zu Armen und Kranken und zu einer Gemeinschaft, deren Ideal Einfachheit und Brüderlichkeit war. Zugleich gehört zu seiner Spiritualität eine außergewöhnliche Achtung gegenüber der gesamten Schöpfung. Darin liegt ein wesentlicher Grund, warum Franziskus auch außerhalb kirchlicher Zusammenhänge bis heute als Vorbild für einen verantwortungsvollen Umgang mit Menschen, Tieren und Natur wahrgenommen wird.

Passender Anlass

Eine Figur des hl. Franziskus eignet sich als Namensfigur für Franziskus, Franz oder Francesco, besonders zum Namenstag am 4. Oktober sowie zur Taufe oder Firmung. Durch seine besondere Verbindung zur Schöpfung ist sie außerdem ein persönliches Geschenk für Tierfreunde, Menschen in Tierberufen sowie Personen, die sich für Natur, Umwelt und Ökologie engagieren.

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Geschichte und Bedeutung

Hl. Franziskus

Der heilige Franziskus von Assisi – ein Leben, das bis heute nachwirkt

Der hl. Franziskus von Assisi gehört zu den bekanntesten Heiligen des Christentums. Geboren wurde er 1181 oder 1182 als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers in Assisi. Nach einer unbeschwerten Jugend, Kriegserfahrung, Gefangenschaft und Krankheit begann sich sein Leben grundlegend zu verändern. Franziskus wandte sich Armen und Kranken zu, verzichtete schließlich auf sein Erbe und suchte nach einer möglichst unmittelbaren Nachfolge Jesu. Aus diesem neuen Lebensweg entstand eine Gemeinschaft, die zum Ursprung des Franziskanerordens wurde.

Als Besitz seine Bedeutung verlor

Franziskus wuchs keineswegs in Armut auf. Sein Vater war ein erfolgreicher Tuchhändler, und der junge Franziskus kannte Wohlstand und gesellschaftliche Ambitionen. Erst allmählich löste er sich von diesem Leben. Besonders prägend wurden seine Begegnung mit einem Aussätzigen und das Gebet vor dem Kreuz in der kleinen Kirche San Damiano. Schließlich verzichtete Franziskus öffentlich auf das väterliche Erbe und begann ein Leben, das nicht mehr von Besitz und gesellschaftlichem Rang bestimmt sein sollte.

Aus wenigen Gefährten entsteht eine Ordensbewegung

1208 erkannte Franziskus in einem Abschnitt des Matthäusevangeliums seinen Auftrag, in Armut zu leben und das Evangelium zu verkünden. Schon bald schlossen sich ihm erste Gefährten an. 1209 reiste die Gruppe nach Rom, wo Papst Innozenz III. ihrer neuen Lebensweise seine Zustimmung gab. Aus den zunächst wenigen Brüdern entwickelte sich der Orden der Minderbrüder und damit die franziskanische Ordensbewegung.

Franziskus wollte dabei nicht einfach Besitzlosigkeit um ihrer selbst willen. Einfachheit, Brüderlichkeit und die Orientierung am Evangelium sollten bestimmen, wie die Gemeinschaft lebte und anderen Menschen begegnete.

Tiere und Natur als Teil einer größeren Schöpfung

Kaum ein Heiliger wird heute so stark mit Tieren und Natur verbunden wie Franziskus von Assisi. Überlieferungen erzählen von seiner Vogelpredigt und seiner Begegnung mit dem Wolf von Gubbio. Sein berühmter Sonnengesang spricht von Sonne, Mond, Wasser, Feuer und Erde in einer Sprache geschwisterlicher Verbundenheit.

Diese Haltung erklärt auch seine heutige Bedeutung als Patron der Ökologie. Papst Franziskus bezeichnete ihn in Laudato si’ als Vorbild für die Sorge um Schwache und für eine ganzheitliche Ökologie und bestätigte seine besondere Bedeutung für Menschen, die im Bereich der Ökologie arbeiten und forschen.

La Verna und die Wundmale Christi

Eine der wichtigsten Stationen seines späteren Lebens ist La Verna. Dort empfing Franziskus im Jahr 1224 die Stigmata, also Wundmale, die an die Verletzungen des gekreuzigten Christus erinnern. Dieses Ereignis wurde zu einem zentralen Bestandteil seiner Verehrung.

Deshalb sind die Wundmale an Händen und Füßen auch für die Darstellung des hl. Franziskus von besonderer Bedeutung. Sie unterscheiden seine Figur von einer rein allgemeinen Darstellung eines Franziskanermönchs und verweisen unmittelbar auf seine intensive Christusnachfolge.

Ordensgewand, Kreuz und Tiere in der Darstellung

Der hl. Franziskus wird meist im schlichten franziskanischen Ordensgewand dargestellt. Typische Attribute sind Kreuz oder Kruzifix, Stigmata und Tiere beziehungsweise Vögel. Je nach Darstellung können außerdem ein Buch oder ein Totenkopf hinzukommen.

Die Tiere greifen seine besondere Beziehung zur Schöpfung auf, während Kreuz und Stigmata einen anderen Schwerpunkt setzen: Franziskus war nicht in erster Linie ein Naturfreund im heutigen Sinn, sondern verstand seine Verbundenheit mit Menschen, Tieren und Natur aus seinem christlichen Glauben heraus. Diese Verbindung ist wesentlich für das Verständnis seiner Darstellung.

Armut, Frieden und Nähe zu den Menschen

Franziskus verband seine einfache Lebensweise mit einer bemerkenswerten Offenheit gegenüber anderen. 1219 begegnete er während des Fünften Kreuzzugs in Ägypten dem muslimischen Sultan al-Malik al-Kamil. Benedikt XVI. hob diese Begegnung als Beispiel dafür hervor, wie Franziskus den bewaffneten Konflikten seiner Zeit einen Weg des Dialogs gegenüberstellte.

Damit umfasst sein Vermächtnis weit mehr als Tier- und Naturschutz. Armut, Frieden, Brüderlichkeit, Hinwendung zu ausgegrenzten Menschen und Achtung vor der Schöpfung gehören gemeinsam zu seinem geistlichen Erbe.

Assisi wird untrennbar mit Franziskus verbunden

Franziskus starb am Abend des 3. Oktober 1226 bei der Portiuncula. Bereits zwei Jahre später sprach ihn Papst Gregor IX. heilig. Assisi entwickelte sich anschließend zu einem der bedeutenden christlichen Wallfahrtsorte und ist bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden.

Seine Wirkung reicht jedoch weit über seine Heimatstadt hinaus. Franziskus ist Patron Italiens und eine religiöse Symbolfigur für Frieden und den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.

Namenstag des heiligen Franziskus

Der Gedenk- und Namenstag des hl. Franziskus von Assisi ist der 4. Oktober. Der Termin folgt unmittelbar auf seinen Tod am Abend des 3. Oktober 1226. Der 4. Oktober ist heute zugleich eng mit seiner Bedeutung für Tiere und Schöpfung verbunden.

Eine Figur des hl. Franziskus eignet sich als Namensfigur für Franziskus, Franz oder Francesco, zum Namenstag, zur Taufe oder Firmung. Durch sein Patronat und seine außergewöhnlich starke Verbindung zur Schöpfung ist eine Franziskusfigur außerdem ein persönliches Geschenk für Tierfreunde und Menschen, die sich für Natur und Umwelt einsetzen.

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