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Hl. Gerold - Einsiedler im Großwalsertal

Hl. Gerold - Einsiedler im Großwalsertal

Hl. Gerold

Gerold suchte kein Amt und keine große Gemeinschaft. Er verschenkte seinen Besitz und zog sich in die Einsamkeit des Großwalsertals zurück – doch gerade dieser Ort trägt seinen Namen bis heute weiter.

Gerold gab seinen Besitz fort und zog sich in das Großwalsertal zurück. Aus seinem einsamen Lebensort entstand später eine Gemeinschaft – und schließlich St. Gerold.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Gerold

Gerold suchte einen Ort für die Einsamkeit – und gab schließlich einem ganzen Dorf seinen Namen. Im heutigen Großwalsertal lebte er als Einsiedler, verschenkte seinen Besitz an das Kloster Einsiedeln und wurde zum Ausgangspunkt jener religiösen Gemeinschaft, aus der St. Gerold hervorging.

Gedenktag

19.04.

Schutzpatron

St. Gerold • Großwalsertal • Vorarlberg

Attribute

Kreuzstab • Einsiedlergewand

Bedeutung

Gerold steht für einen Lebensweg des bewussten Rückzugs und Loslassens. Der Überlieferung zufolge gab er seinen Besitz ab und entschied sich für ein zurückgezogenes Leben im Großwalsertal. Ausgerechnet dieser Rückzug entwickelte jedoch eine Wirkung, die seinen Tod weit überdauerte.

Passender Anlass

Eine Figur des hl. Gerold eignet sich besonders als persönliche Namensfigur für Gerold oder Gero, etwa zum Namenstag am 19. April, zur Taufe oder Firmung. Besonders persönlich ist sie außerdem für Menschen mit Bezug zu Vorarlberg, dem Großwalsertal, St. Gerold oder dem Kloster Einsiedeln.

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Hl. Gerold
Hl. Gerold Angebotab €141,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Gerold

Der heilige Gerold – Einsiedler im Großwalsertal

Der hl. Gerold von Großwalsertal gehört zu den regional bedeutenden Heiligen Vorarlbergs. Seine Lebensgeschichte wird in das 10. Jahrhundert eingeordnet. Der Überlieferung zufolge stammte Gerold aus einer adeligen Familie und zog sich um 960 als Einsiedler nach Frisun, dem heutigen St. Gerold bei Bludenz, zurück. Dort lebte er zurückgezogen, unterstützte die Bevölkerung und wurde schon früh verehrt. Seinen Besitz schenkte er 970 dem Kloster Einsiedeln. Sein Gedenk- und Namenstag ist der 19. April.

Ein Rückzug, aus dem ein ganzer Ort entstand

Gerold suchte kein kirchliches Amt und gründete keine große Abtei. Sein Lebensmittelpunkt war vielmehr die Einsiedelei im heutigen Großwalsertal. Nach seinem Tod entwickelte sich an diesem Ort eine religiöse Gemeinschaft; später entstand dort eine Propstei des Klosters Einsiedeln. Seit dem 14. Jahrhundert trägt der Ort den Namen St. Gerold.

Damit gehört Gerold zu jenen Heiligen, deren Name bis heute unmittelbar in der Landschaft weiterlebt.

Der Bär gehört zu seiner bekanntesten Überlieferung

Die Gerold-Legende erzählt, dass ein Bär dem Einsiedler zu Diensten stand. Dieses Motiv gehört zu den überlieferten Attributen des Heiligen; außerdem wird Gerold betend neben einem hohlen Baum oder mit einem Esel dargestellt.

Der Bär erinnert damit an Gerolds zurückgezogenes Leben in einer damals weitgehend unerschlossenen Landschaft. Wie bei vielen früh- und hochmittelalterlichen Einsiedlerheiligen verbindet die Legende Natur, Wildnis und religiöses Leben miteinander.

Kloster Einsiedeln und eine besondere Verbindung zur Schweiz

Gerolds Geschichte ist eng mit dem Kloster Einsiedeln verbunden. Der Überlieferung zufolge übergab er seinen Besitz 970 an das Kloster. Nach seinem Tod entstand an seinem Lebensort eine von Einsiedeln abhängige Propstei. Seine Gebeine wurden zeitweise nach Einsiedeln gebracht und später wieder nach St. Gerold zurückgeführt.

Dadurch verbindet seine Verehrung Vorarlberg und die Schweiz auf ungewöhnlich direkte Weise.

Zwei Söhne folgen seinem Lebensweg

Der Überlieferung zufolge schlossen sich Gerold später auch seine beiden Söhne Ulrich beziehungsweise Udalrich und Kuno an. Sie sollen auf Veranlassung ihres Vaters in das Kloster Einsiedeln eingetreten sein und werden teilweise ebenfalls als Selige verehrt.

Diese Familiengeschichte verleiht Gerolds Überlieferung einen besonderen Zug: Sein Rückzug aus der Welt blieb nicht ohne Wirkung auf seine eigene Familie.

Kreuzstab und Einsiedlergewand in der Holzfigur

Die verbreitete Südtiroler Holzfigur des hl. Gerold zeigt ihn in einem langen Gewand und mit einem Kreuzstab. Damit wird seine religiöse Lebensweise unmittelbar sichtbar.

In der allgemeinen Ikonografie können zusätzlich Bär, Esel oder ein hohler Baum auftreten. Für eure konkrete Figur sollte jedoch immer das tatsächlich sichtbare Attribut im Vordergrund stehen.

St. Gerold bewahrt seine Erinnerung

Gerold starb wahrscheinlich am 10. April 978 in Frisun. Sein Grab befindet sich in der heutigen Gemeinde St. Gerold im Großwalsertal. Seine Reliquiengeschichte ist eng mit Einsiedeln verbunden; 1663 wurden Teile seiner Gebeine wieder nach St. Gerold gebracht.

Bis heute wird Gerold besonders in Vorarlberg verehrt. Im Bistum Feldkirch ist der 19. April sein nicht gebotener Gedenktag.

Name und Gedenktag des heiligen Gerold

Der Name Gerold ist althochdeutschen Ursprungs und bedeutet sinngemäß „mit dem Speer waltend“. Als weitere Namensform ist Gero überliefert.

Der katholische Gedenk- und Namenstag des hl. Gerold ist der 19. April. Sein Tod wird dagegen auf den 10. April 978 datiert.

Der heilige Gerold als Holzfigur

Eine Holzfigur des heiligen Gerold erinnert an den Einsiedler des Großwalsertals und seine enge Verbindung zu Vorarlberg und dem Kloster Einsiedeln. In der verbreiteten Grödner Darstellung trägt Gerold ein langes Gewand und einen Kreuzstab.

Als Namensfigur eignet sich der hl. Gerold besonders für Gerold oder Gero, etwa zum Namenstag am 19. April, zur Taufe oder Firmung. Durch seine Geschichte besitzt die Figur außerdem einen besonderen Bezug zu Vorarlberg, dem Großwalsertal, St. Gerold und Einsiedeln.

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