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Hl. Judith - Äbtissin von Ringelheim

Hl. Judith - Äbtissin von Ringelheim

Hl. Judith

Über tausend Jahre führt ihre Geschichte zurück nach Ringelheim: Judith leitete dort als Äbtissin eine Frauengemeinschaft und war die Schwester des hl. Bernward von Hildesheim.

Als Äbtissin prägte Judith das geistliche Leben in Ringelheim. Eine selten dargestellte Heilige mit Wurzeln im mittelalterlichen Sachsen.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Judith

Ringelheim und Hildesheim bilden die beiden Fixpunkte ihrer Geschichte. Als Äbtissin leitete Judith eine mittelalterliche Frauengemeinschaft; ihr Bruder Bernward wurde einer der bedeutenden Bischöfe seiner Zeit. Bis heute trägt Ringelheim die Erinnerung an diese weitgehend im Verborgenen gebliebene Heilige weiter.

Gedenktag

13.03.

Schutzpatron

Äbtissin von Ringelheim - mittelalterliche Glaubensfrau

Attribute

Äbtissinnenstab, Ordensgewand

Bedeutung

Judith steht für die Rolle geistlicher Frauen im mittelalterlichen Klosterleben. Als Äbtissin trug sie Verantwortung für eine religiöse Gemeinschaft. Ihre Verbindung zu Bernward von Hildesheim und zum Ringelheimer Kreuz verknüpft ihre Geschichte darüber hinaus mit einem bedeutenden Kapitel mittelalterlicher Kirchenkunst.

Passender Anlass

Eine geschnitzte Judith eignet sich besonders als Namenstagsgeschenk. Auch für Menschen mit Bezug zu Ringelheim, Salzgitter oder Hildesheim sowie für Ordensfrauen kann sie eine persönliche Bedeutung besitzen.

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2 Produkte

Hl. Judith mit Buch, Krone und Bischofsstab
Hl. Judith mit Buch, Krone und Bischofsstab Angebotab €106,00
Hl. Judith von Ringelheim
Hl. Judith von Ringelheim Angebotab €150,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Judith

Die heilige Judith von Ringelheim – Äbtissin und Glaubensfrau des Mittelalters

Die heilige Judith von Ringelheim gehört zu den weniger bekannten Heiligen des Mittelalters. Ihr Leben ist eng mit dem ehemaligen Frauenstift Ringelheim im heutigen Salzgitter verbunden, dessen Gemeinschaft sie als Äbtissin leitete. Anders als bei vielen großen Ordensgründerinnen sind über Judith nur wenige biografische Einzelheiten erhalten geblieben. Gerade diese schmale Überlieferung führt jedoch zu einer bemerkenswerten Verbindung: Judith war die Schwester des heiligen Bernward von Hildesheim, eines der bedeutendsten Bischöfe seiner Zeit.

Ringelheim war im Mittelalter ein bedeutender geistlicher Ort in Sachsen. Das dortige Frauenstift war 941 unter König Otto I. gegründet worden. Judith übernahm später als Äbtissin die Verantwortung für die Gemeinschaft. Damit gehörte sie zu jenen Frauen, die innerhalb der mittelalterlichen Kirche Leitungsaufgaben wahrnahmen und das religiöse Leben ihrer Gemeinschaft prägten.

Besonders interessant ist Judiths familiäre Verbindung zu Bernward von Hildesheim. Der spätere Heilige war Bischof von Hildesheim und zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten der ottonischen Kunst und Kirchengeschichte. Mit Judith wird das berühmte Ringelheimer Kreuz verbunden, eine monumentale mittelalterliche Darstellung des gekreuzigten Christus. Bernward soll das Kreuz für seine Schwester beziehungsweise zu ihrem Gedächtnis gestiftet haben. Das Original befindet sich heute im Dommuseum Hildesheim.

Judith starb an einem 13. März, wahrscheinlich um das Jahr 1000. Sie wurde in der Kirche ihrer Gemeinschaft in Ringelheim bestattet. Ihr Grab wurde noch im späten Mittelalter geöffnet; durch spätere Umbauten ging seine ursprüngliche Lage schließlich verloren. Die Erinnerung an Judith blieb jedoch mit Ringelheim verbunden.

Als Äbtissin kann Judith in der religiösen Kunst im Ordensgewand und mit Äbtissinnenstab erscheinen. Bei einer konkreten Schnitzfigur können weitere Attribute hinzukommen. Da sich für Judith von Ringelheim keine so fest ausgeprägte Ikonografie entwickelt hat wie etwa für Barbara, Helena oder Johanna von Orléans, sollten wir die zusätzlichen Attribute jeweils am tatsächlich angebotenen Modell beschreiben.

Eine Darstellung der heiligen Judith ist vor allem ein persönliches Geschenk für Frauen und Mädchen dieses Namens. Gleichzeitig besitzt sie für Menschen mit einer Verbindung zu Ringelheim, Salzgitter oder dem Bistum Hildesheim einen besonderen regionalen Bezug. Ihr Amt als Äbtissin macht sie außerdem zu einer interessanten Namenspatronin für Ordensfrauen und Menschen, die sich dem klösterlichen Leben verbunden fühlen.

In traditioneller Südtiroler Schnitzkunst erhält die mittelalterliche Äbtissin eine bleibende Gestalt. Je nach Modell stehen unterschiedliche Größen und Ausführungen zur Auswahl. Naturbelassene oder gebeizte Varianten stellen Holz und Schnitzarbeit stärker in den Vordergrund, während bei handbemalten oder veredelten Figuren Gewand, Stab und weitere Details besonders zur Geltung kommen.

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