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Hl. Kunigunde - Kaiserin & Klostergründerin

Hl. Kunigunde - Kaiserin & Klostergründerin

Hl. Kunigunde

Als Kaiserin stand Kunigunde an der Seite Heinrichs II. im Zentrum europäischer Politik. Nach seinem Tod wählte sie einen anderen Weg und verbrachte ihre letzten Jahre in dem von ihr gegründeten Kloster Kaufungen.

Erst Kaiserkrone, später Klosterleben: Kunigundes Weg führte vom Zentrum mittelalterlicher Macht nach Kaufungen – und hinterließ besonders in Bamberg Spuren.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Kunigunde

Vom Kaiserhof führte ihr letzter Lebensabschnitt hinter Klostermauern. Kunigunde regierte an der Seite Heinrichs II., förderte Kirchen und Klöster und zog sich nach seinem Tod nach Kaufungen zurück. Im Bamberger Dom ruhen beide bis heute gemeinsam.

Gedenktag

03.03.

Schutzpatron

Patronin von Bamberg und des Erzbistums Bamberg - Kaiserin

Attribute

Krone • Kaisermantel • Kirchenmodell • Pflugschar

Bedeutung

Kunigunde verbindet weltliche Verantwortung und religiöses Engagement. Als Kaiserin war sie Teil der politischen Herrschaft des frühen 11. Jahrhunderts und trat zugleich als Förderin kirchlicher Institutionen hervor. Ihr späterer Rückzug in das Kloster Kaufungen bildet einen bemerkenswerten Kontrast zu ihrem vorherigen Leben am Kaiserhof.

Passender Anlass

Eine Kunigunde-Figur eignet sich besonders als Namenstagsgeschenk. Durch ihre Geschichte besitzt sie darüber hinaus für Menschen mit Bezug zu Bamberg, Franken, Kaufungen oder Luxemburg eine besondere Bedeutung.

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Hl. Kunigunde mit Zepter und Buch
Hl. Kunigunde mit Zepter und Buch Angebotab €141,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Kunigunde

Die heilige Kunigunde – Kaiserin und Mitbegründerin des Bistums Bamberg

Eine Kaiserkrone und ein Kirchenmodell erzählen bei der heiligen Kunigunde von zwei Seiten ihres Lebens: von ihrer Stellung als Herrscherin des Heiligen Römischen Reiches und von ihrem außergewöhnlichen Engagement für Kirche und Klöster. Gemeinsam mit ihrem Gemahl Heinrich II. prägte Kunigunde die Geschichte Bambergs. Bis heute werden beide im Bamberger Dom gemeinsam verehrt.

Kunigunde wurde vermutlich um 980 geboren und stammte aus dem luxemburgischen Grafenhaus. Um die Jahrtausendwende heiratete sie den späteren König Heinrich II. Nach dessen Königserhebung wurde Kunigunde 1002 zur Königin gekrönt. Im Jahr 1014 empfingen Heinrich und Kunigunde in Rom schließlich die Kaiserkrone.

Kunigundes Rolle beschränkte sich dabei keineswegs auf die einer repräsentativen Gemahlin. Urkunden zeigen sie im politischen Umfeld Heinrichs, und während seiner Abwesenheit übernahm sie zeitweise wichtige Aufgaben. Ihre Stellung als Kaiserin verband sich mit umfangreicher Förderung kirchlicher Einrichtungen.

Besonders eng ist das Herrscherpaar mit Bamberg verbunden. Heinrich gründete dort 1007 das Bistum Bamberg. Kunigunde unterstützte diese kirchenpolitische Entwicklung und stattete das neue Bistum mit eigenem Besitz aus. Bamberg entwickelte sich dadurch zu einem der wichtigsten Zentren der Herrschaft Heinrichs und Kunigundes.

Auch eigene Klostergründungen werden mit Kunigunde verbunden. Besonders bedeutend ist das Benediktinerinnenkloster Kaufungen im heutigen Hessen. Nach dem Tod Heinrichs II. im Jahr 1024 zog Kunigunde sich zunehmend aus der Politik zurück. Am Jahrestag des Todes ihres Mannes trat sie 1025 in das von ihr gegründete Kloster Kaufungen ein und verbrachte dort ihre letzten Lebensjahre.

Um Kunigunde entstanden im Laufe des Mittelalters zahlreiche Legenden. Die bekannteste ist die sogenannte Pflugscharprobe. Nachdem ihre eheliche Treue angezweifelt worden sein soll, habe Kunigunde ihre Unschuld bewiesen, indem sie unverletzt über glühende Pflugscharen ging. Historisch lässt sich dieses Ereignis nicht belegen, doch es prägte ihre Darstellung in der Kunst nachhaltig.

Daher kann neben Krone und Kirchenmodell auch eine Pflugschar als Attribut der Heiligen erscheinen. Das Kirchenmodell verweist auf ihre Förderung kirchlicher Gründungen, während Krone und herrschaftliches Gewand ihre Stellung als Kaiserin sichtbar machen. Manche Darstellungen zeigen Kunigunde gemeinsam mit Heinrich II.

Kunigunde starb am 3. März 1033 in Kaufungen. Ihr Leichnam wurde nach Bamberg überführt und neben Heinrich im Bamberger Dom bestattet. Das berühmte Kaisergrab von Tilman Riemenschneider erinnert dort bis heute an das heilige Herrscherpaar.

Papst Innozenz III. sprach Kunigunde 1200 heilig. Heinrich II. war bereits 1146 heiliggesprochen worden. Dadurch gehören beide zu den seltenen mittelalterlichen Herrscherpaaren, die gemeinsam als Heilige verehrt werden.

Eine geschnitzte Kunigunde besitzt deshalb sowohl als Namensfigur als auch durch ihren historischen Bezug besondere Bedeutung. Für Menschen aus Bamberg und Franken, aber auch aus Luxemburg und Hessen, bestehen konkrete regionale Anknüpfungspunkte. Krone, Gewand und Kirchenmodell bieten zugleich zahlreiche Möglichkeiten für eine aufwendig ausgearbeitete Schnitzfigur.

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