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Hl. Magdalena - Zeugin der Auferstehung

Hl. Magdalena - Zeugin der Auferstehung

Hl. Magdalena

Sie begleitete Jesus und blieb bis zu den Ereignissen von Kreuz und Grab. Am Ostermorgen erhält Maria Magdalena schließlich eine außergewöhnliche Aufgabe: den Jüngern von der Auferstehung zu berichten.

Am leeren Grab beginnt ihre bekannteste Geschichte. Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen und wird zur Botin der Osterbotschaft.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Magdalena

Sie blieb, als die Geschichte Jesu scheinbar zu Ende war – und wurde am Ostermorgen zur Botin eines neuen Anfangs. Maria Magdalena gehört zu den wichtigsten Frauen des Neuen Testaments und zu den ersten Zeuginnen der Auferstehung.

Gedenktag

22.07.

Schutzpatron

Jüngerin Jesu • Zeugin der Auferstehung • „Apostelin der Apostel“

Attribute

Salbgefäß • langes Haar • teilweise Kreuz, Buch oder Totenschädel

Bedeutung

Maria Magdalena nimmt innerhalb des Neuen Testaments eine außergewöhnliche Stellung ein. Sie gehört zu den Frauen, die Jesus begleiteten, wird bei Kreuzigung und Grab genannt und erhält in der Osterüberlieferung eine zentrale Aufgabe: Sie wird selbst zur Verkünderin der Auferstehung.

Passender Anlass

Eine Maria-Magdalena-Figur eignet sich als persönliche Namenspatronin besonders für Magdalena oder Magdalene und kann zum Namenstag, zur Taufe oder Firmung verschenkt werden. Durch ihre unmittelbare Verbindung zur Auferstehung besitzt sie außerdem einen besonderen Bezug zum Osterfest.

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Hl. Magdalena kniend
Hl. Magdalena kniend Angebotab €55,00
Hl. Magdalena
Hl. Magdalena Angebotab €55,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Magdalena

Die heilige Maria Magdalena – Jüngerin Jesu und Zeugin der Auferstehung

Am Ostermorgen wird eine Frau zur ersten Botin einer Nachricht, die das Christentum grundlegend prägt: Maria Magdalena begegnet dem auferstandenen Jesus und berichtet anschließend den Jüngern davon. Diese besondere Rolle machte sie zu einer der bedeutendsten Frauen des Neuen Testaments. In der kirchlichen Tradition erhielt sie später sogar den Ehrentitel „Apostelin der Apostel“.

Ihr Beiname „Magdalena“ verweist wahrscheinlich auf Magdala, einen Ort am See Genezareth. Das Lukasevangelium nennt Maria ausdrücklich unter den Frauen, die Jesus und seine Jünger begleiteten. Über sie wird berichtet, dass Jesus sie von sieben Dämonen befreit habe. Gemeinsam mit anderen Frauen unterstützte sie die Gemeinschaft um Jesus auch aus eigenen Mitteln.

Damit begegnet Maria Magdalena in den Evangelien nicht nur in der Passions- und Ostergeschichte. Sie gehörte bereits zuvor zum Kreis jener Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten.

Besonders eindrücklich wird ihre Rolle während der letzten Tage Jesu. Während viele seiner Anhänger in der Passion nicht mehr sichtbar sind, wird Maria Magdalena in den Evangelien im Zusammenhang mit der Kreuzigung, Grablegung und dem leeren Grab genannt.

Die Evangelien unterscheiden sich in einzelnen Details der Ostererzählungen. Gemeinsam ist ihnen jedoch die herausragende Stellung Maria Magdalenas als Zeugin des leeren Grabes beziehungsweise der Auferstehung.

Besonders persönlich erzählt das Johannesevangelium die Begegnung. Maria steht weinend vor dem leeren Grab und erkennt Jesus zunächst nicht. Erst als er sie mit ihrem Namen anspricht – „Maria“ –, erkennt sie ihn. Anschließend erhält sie den Auftrag, zu den Jüngern zu gehen und ihnen davon zu berichten.

Aus dieser Rolle entwickelte sich die später gebräuchliche Bezeichnung „Apostola Apostolorum“ – „Apostelin der Apostel“. Papst Franziskus wertete 2016 ihren liturgischen Gedenktag zu einem Fest auf und hob damit ihre besondere Bedeutung als erste Zeugin und Verkünderin der Auferstehung nochmals hervor.

War Maria Magdalena eine Prostituierte?

Eine der hartnäckigsten Vorstellungen über Maria Magdalena findet sich nicht in den Evangelien: Dort wird sie an keiner Stelle als Prostituierte bezeichnet.

Im westlichen Christentum wurden über Jahrhunderte verschiedene Frauengestalten miteinander verbunden: Maria Magdalena, die namenlose „Sünderin“, die Jesus die Füße salbt, und teilweise Maria von Bethanien. Besonders eine Predigt Papst Gregors des Großen aus dem Jahr 591 prägte diese Zusammenführung.

Dadurch entstand das verbreitete Bild Maria Magdalenas als reuige Sünderin. Diese Tradition beeinflusste Kunst und Volksfrömmigkeit über Jahrhunderte, darf aber nicht mit der biblischen Darstellung ihrer Person gleichgesetzt werden.

Für unsere Seite würde ich deshalb bewusst formulieren:

Maria Magdalena war Jüngerin Jesu und Zeugin der Auferstehung.

Nicht:

„ehemalige Prostituierte“ oder „bekehrte Prostituierte“.

Warum trägt Maria Magdalena ein Salbgefäß?

Das Salbgefäß gehört zu ihren bekanntesten Attributen. Es verweist auf die Tradition der Frauen, die mit wohlriechenden Ölen beziehungsweise Salben zum Grab Jesu kamen.

Durch die spätere Verbindung Maria Magdalenas mit anderen biblischen Frauengestalten wurde das Gefäß zusätzlich mit der Salbung Jesu verbunden. So entwickelte es sich über Jahrhunderte zum nahezu unverwechselbaren Kennzeichen der Heiligen.

Gerade bei eurer Figur „Hl. Maria Magdalena mit Vase“ ist dieses Attribut also sehr passend. Die „Vase“ würde ich in unserem Content möglichst als Salbgefäß beziehungsweise Salbgefäß/Vase erklären. Dadurch versteht der Kunde, warum die Figur diesen Gegenstand trägt.

Neben dem Salbgefäß kann Maria Magdalena mit langem offenem Haar, Kreuz, Buch oder Totenschädel erscheinen. Besonders der Totenschädel gehört stärker zur späteren Büßerinnen- und Einsiedlertradition.

Maria Magdalena starb nach den neutestamentlichen Texten aus unserem Blickfeld. Über ihr weiteres Leben entstanden deshalb unterschiedliche Überlieferungen. Eine besonders bekannte westliche Tradition führt sie nach Südfrankreich, wo sie später als Einsiedlerin gelebt haben soll. Andere Traditionen verbinden sie mit Ephesus. Historisch lassen sich diese späteren Lebensgeschichten nicht zuverlässig belegen.

Für die Bedeutung Maria Magdalenas benötigen wir diese Legenden allerdings gar nicht. Ihre herausragende Stellung ergibt sich bereits aus den Evangelien selbst: Sie begleitete Jesus, blieb im Umfeld seiner Kreuzigung und wurde zu einer zentralen Zeugin der Osterereignisse.

Eine geschnitzte Maria Magdalena verbindet diese biblische Geschichte mit einer jahrhundertealten Bildtradition. Das Salbgefäß ermöglicht eine schnelle Wiedererkennung und kann je nach Ausführung besonders detailliert gestaltet sein. Naturbelassene oder gebeizte Fassungen betonen stärker Holz und Schnitzarbeit; bei handbemalten oder veredelten Figuren können Gewand, Haar und Gefäß stärker hervortreten.

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