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Hl. Margarethe - Eine der 14 Nothelfer

Hl. Margarethe - Eine der 14 Nothelfer

Hl. Margarethe

Ein besiegter Drache wurde zum Erkennungszeichen der Margareta von Antiochien. Hinter dem eindrucksvollen Motiv steht eine Märtyrerlegende, die ihre Verehrung über Jahrhunderte prägte.

Drache zu ihren Füßen, Kreuz in ihrer Hand: Zwei Zeichen erzählen die Legende der hl. Margarethe und machten sie über Jahrhunderte unverwechselbar.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Margarethe

Zu ihren Füßen liegt der Drache – in ihrer Hand das Zeichen seines Gegenspielers. Margareta von Antiochien wurde durch diese eindrucksvolle Bildsprache zu einer der bekanntesten Märtyrerinnen des Mittelalters und gehört bis heute zu den Vierzehn Nothelfern.

Gedenktag

20.07.

Schutzpatron

Patronin der Schwangeren, Gebärenden, Bauern und Hirten • Nothelferin

Attribute

Drache • Kreuz • Märtyrerpalme

Bedeutung

Margaretas Verehrung zeigt besonders anschaulich, wie eine Heiligenlegende zur Bildsprache werden kann. Historisch wissen wir kaum etwas über ihr Leben. Der Drache und das Kreuz machten ihre Geschichte dennoch über Jahrhunderte verständlich: Das bedrohliche Tier steht für das Böse, das durch den Glauben überwunden wird. Ihre Aufnahme unter die Vierzehn Nothelfer und ihr Patronat für Schwangere und Gebärende machten sie darüber hinaus zu einer Heiligen, die im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle spielte.

Passender Anlass

Eine Margarethe-Figur eignet sich als persönliches Geschenk zum Namenstag, zur Taufe oder Firmung. Durch ihr traditionelles Patronat kann sie außerdem eine besondere Bedeutung während einer Schwangerschaft oder rund um die Geburt eines Kindes besitzen.

Hl. Margarethe

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Geschichte und Bedeutung

Hl. Margarethe

Die heilige Margarethe – Nothelferin mit Kreuz und Drache

Ein Drache liegt zu ihren Füßen, während sie selbst ein Kreuz in der Hand hält: Margareta von Antiochien gehört zu jenen Heiligen, deren Bildsprache ihre Geschichte unmittelbar erzählt. Der Drache steht für das überwundene Böse und wurde zum charakteristischen Kennzeichen einer Märtyrin, die im Mittelalter zu den populärsten Heiligen Europas gehörte.

Margareta – im deutschen Sprachraum auch Margarethe oder Margaretha genannt – wird als frühchristliche Jungfrau und Märtyrin verehrt. Ihre Lebenszeit wird traditionell in die Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian zu Beginn des 4. Jahrhunderts eingeordnet. Als Todesjahr wird häufig etwa 304/305 angegeben. Historisch zuverlässige Nachrichten über ihr tatsächliches Leben sind jedoch kaum vorhanden.

Die ausführliche Geschichte Margaretas entwickelte sich in späteren Jahrhunderten. Nach der Legende war sie die Tochter eines heidnischen Priesters und wurde von einer christlichen Amme erzogen. Sie entschied sich für den christlichen Glauben und wollte ihr Leben Christus widmen.

Ein römischer Statthalter soll auf die junge Frau aufmerksam geworden sein und sie begehrt haben. Margareta wies ihn zurück und weigerte sich zugleich, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Daraufhin wurde sie gefangen genommen und gefoltert.

Margareta und der Drache

Der bekannteste Teil ihrer Legende spielt im Gefängnis. Dort soll ihr der Teufel in Gestalt eines Drachen erschienen sein. In einer Version der Erzählung bedroht sie das Ungeheuer; in einer anderen verschlingt es Margareta sogar. Durch das Kreuzzeichen beziehungsweise das Kreuz kann sie den Drachen jedoch überwinden.

Diese Erzählung ist keine historisch belegte Episode ihres Lebens. Für die christliche Bildtradition wurde sie dennoch entscheidend: Der besiegte Drache symbolisiert das überwundene Böse, während das Kreuz auf Margaretas Glauben verweist.

Deshalb erscheint Margareta auf Skulpturen und Gemälden häufig mit einem Drachen zu ihren Füßen oder an einer Kette. In der Hand kann sie ein Kreuz tragen. Weitere traditionelle Attribute sind Märtyrerpalme und teilweise andere Zeichen ihres Martyriums.

Nach der Legende überstand Margareta verschiedene Folterungen, bevor sie schließlich enthauptet wurde. Ihre Verehrung breitete sich im Mittelalter weit über ihre ursprüngliche Heimat hinaus aus. Besonders die Kreuzzüge trugen zur Verbreitung ihres Kultes in Westeuropa bei.

Eine der Vierzehn Nothelfer

Margareta wurde schließlich in den Kreis der Vierzehn Nothelfer aufgenommen. Gemeinsam mit Barbara und Katharina von Alexandrien gehört sie innerhalb dieser Gruppe zu den besonders bekannten weiblichen Heiligen. Die drei werden in der Volksfrömmigkeit auch als die „drei heiligen Madln“ bezeichnet.

Ein wichtiges Patronat Margaretas entwickelte sich ausgerechnet aus der Drachenlegende. Weil sie nach einer Version der Erzählung unversehrt aus dem Leib des Drachen hervorgegangen sein soll, wurde sie besonders von Schwangeren und Gebärenden um Hilfe angerufen. Sie gilt außerdem als Patronin der Bauern und Hirten sowie traditionell als Helferin bei verschiedenen Krankheiten und Verletzungen.

Der 20. Juli wurde zudem zu einem wichtigen Tag im bäuerlichen Jahreslauf. Verschiedene Bauernregeln und Wetterbeobachtungen sind mit dem Margaretentag verbunden. Dadurch reichte ihre Verehrung weit über Kirchen und Klöster hinaus in das alltägliche Leben der ländlichen Bevölkerung.

Bei einer geschnitzten Margarethe ist vor allem die Verbindung von Figur, Kreuz und Drache interessant. Das Tier zu ihren Füßen macht sie innerhalb einer größeren Sammlung von Heiligenfiguren schnell erkennbar. Bei handbemalten Fassungen können die unterschiedlichen Elemente besonders deutlich voneinander hervortreten; naturbelassene oder gebeizte Varianten rücken dagegen stärker die plastische Ausarbeitung von Gewand, Drache und Attributen in den Vordergrund.

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