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Hl. Natalie - Glaubenszeugin aus Nikomedien

Hl. Natalie - Glaubenszeugin aus Nikomedien

Hl. Natalie

Als Adrian wegen seines christlichen Bekenntnisses gefangen genommen wurde, wich Natalie nicht von seiner Seite. Ihre Überlieferung erzählt von Beistand, Treue und gemeinsam getragenem Glauben.

Dabeibleiben, als es schwierig wurde: Natalie begleitete ihren Mann Adrian und unterstützte verfolgte Christen in Nikomedien.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Natalie

Natalie stand nicht selbst im Mittelpunkt der Verfolgung – und gerade darin liegt das Besondere ihrer Geschichte. Sie begleitete ihren Mann Adrian und unterstützte christliche Gefangene in Nikomedien. So wurde sie zu einer Heiligen, deren Überlieferung von Beistand und Verbundenheit erzählt.

Gedenktag

01.12.

Schutzpatron

Namenspatronin für Natalie und Natalia - Eheleute - Beistand in schwierigen Zeiten

Attribute

Arm/Hand Adrians • Kreuz • teilweise Märtyrerpalme

Bedeutung

Natalias Geschichte steht weniger für ein eigenes Martyrium als für Begleitung in einer existenziellen Situation. Der Überlieferung zufolge unterstützte sie Adrian, nachdem dieser sich zum Christentum bekannt hatte, und kümmerte sich zugleich um andere Gefangene.

Passender Anlass

Eine Figur der hl. Natalie eignet sich besonders als Namenspatronin für Natalie oder Natalia und damit als persönliches Geschenk zum Namenstag, zur Taufe oder Firmung. Durch ihre enge Verbindung zu Adrian und das Motiv gegenseitigen Beistands kann sie außerdem ein besonderes religiöses Geschenk zur Hochzeit oder zum Ehejubiläum sein.

Hl. Natalie

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Geschichte und Bedeutung

Hl. Natalie

Die heilige Natalie – Glaubensbegleiterin des Märtyrers Adrian

Natalie von Nikomedien steht für eine ungewöhnliche Form der Glaubenstreue: Nicht ihr eigenes Martyrium, sondern die Begleitung ihres Ehemannes Adrian machte sie zu einer bekannten Heiligen der frühen christlichen Tradition. Während der Christenverfolgungen soll sie Gefangene unterstützt und Adrian bis zu dessen Tod zur Seite gestanden haben.

Natalia – im Deutschen meist Natalie – lebte der Überlieferung zufolge zu Beginn des 4. Jahrhunderts in Nikomedien. Die antike Stadt lag in Kleinasien und entspricht dem heutigen İzmit in der Türkei.

Diese Zeit war von schweren Christenverfolgungen geprägt. Die Überlieferung verbindet Natalia und Adrian mit der Regierungszeit Kaiser Maximians beziehungsweise Galerius' und den Verfolgungen im Umfeld Diokletians.

Natalia war bereits Christin. Ihr Ehemann Adrian dagegen gehörte nach der traditionellen Erzählung zunächst nicht dem Christentum an und bekleidete ein öffentliches Amt.

Das sollte sich durch eine Begegnung mit gefangenen Christen ändern.

Die Bekehrung ihres Mannes Adrian

Nach der Legende wurden in Nikomedien mehrere Christen festgenommen und gefoltert. Adrian erlebte, mit welcher Entschlossenheit die Gefangenen an ihrem Glauben festhielten.

Beeindruckt von ihrem Verhalten soll er sich nach der Hoffnung erkundigt haben, die ihnen die Kraft zum Durchhalten gab. Schließlich bekannte er sich selbst zum Christentum und ließ seinen Namen unter den Gefangenen eintragen.

Damit wurde aus einem Mann, der zuvor auf Seiten der römischen Verwaltung gestanden hatte, selbst ein Gefangener.

Als Natalia von Adrians Entscheidung erfuhr, reagierte sie der Überlieferung zufolge nicht mit Angst oder Ablehnung. Sie unterstützte ihn in seinem neuen Glauben und besuchte ihn im Gefängnis.

Gerade diese Rolle prägt das traditionelle Bild der heiligen Natalie von Nikomedien.

Natalie bei den Gefangenen

Natalia kümmerte sich der Überlieferung zufolge nicht nur um Adrian, sondern unterstützte auch andere christliche Gefangene, die auf ihr Martyrium warteten. Das Bistum Augsburg führt sie entsprechend als Wohltäterin; andere kirchliche Darstellungen heben ihre Fürsorge für die Gefangenen hervor.

Damit unterscheidet sie sich deutlich von vielen anderen frühchristlichen Heiligen Frauen.

Natalies Geschichte handelt nicht in erster Linie davon, selbst vor einem Richter zu stehen. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine Frau, die Menschen begleitet, die verfolgt und eingesperrt werden.

Besonders eng bleibt ihre Geschichte dabei mit Adrian verbunden.

Der Überlieferung zufolge wurde er schwer gefoltert und schließlich getötet. Natalia soll bei ihm geblieben sein und ihn in seinem Entschluss bestärkt haben.

Warum wird die heilige Natalie mit einem Arm dargestellt?

Hier finden wir eines der ungewöhnlichsten Attribute unserer bisherigen Heiligen.

Nach der späteren Überlieferung wurden Adrian bei seinem Martyrium Gliedmaßen abgeschlagen. Natalia soll eine seiner Hände beziehungsweise einen Arm an sich genommen und als Reliquie bewahrt haben. Das Ökumenische Heiligenlexikon führt deshalb den Arm ausdrücklich als Attribut Natalias.

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