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Hl. Notburga - Patronin der Bauern

Hl. Notburga - Patronin der Bauern

Hl. Notburga

Als einfache Magd kümmerte sich Notburga um Bedürftige und wurde zur Patronin der Bauern. Das berühmte Sichelwunder machte sie weit über Tirol hinaus bekannt.

Sichel, Ähren und ein Leben mitten in der bäuerlichen Arbeitswelt: Die hl. Notburga wurde zur Patronin der Bauern und zu einer der bekanntesten Heiligen Tirols.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Notburga

Eine Magd mit der Sichel wurde zu einer der bekanntesten Heiligengestalten Tirols. Notburga von Rattenberg steht für bäuerliche Arbeit, die Unterstützung Bedürftiger und eine Überlieferung, in der selbst der Feierabend eine besondere Bedeutung erhält.

Gedenktag

13.09.

Schutzpatron

Patronin der Bauern, Dienstmägde und Armen

Attribute

Sichel • Getreideähren • Schlüsselbund • Brot/Schürze • Wasserkanne

Bedeutung

Notburga gehört zu den ungewöhnlichen Heiligen des Mittelalters, weil ihre Überlieferung eine Frau aus dem einfachen bäuerlichen Arbeitsleben in den Mittelpunkt stellt. Ihre Fürsorge für Arme machte sie zum Vorbild tätiger Nächstenliebe; das Sichelwunder verband ihren Namen zugleich mit Arbeitsruhe und Feierabend.

Passender Anlass

Eine Figur der hl. Notburga eignet sich als Namenspatronin zum Namenstag, zur Taufe oder Firmung. Durch ihr traditionelles Patronat ist sie außerdem ein besonders passendes religiöses Geschenk für Landwirte, Bauernfamilien und Menschen mit enger Verbindung zum ländlichen Leben.

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Hl. Notburga
Hl. Notburga Angebotab €121,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Notburga

Die heilige Notburga – Tiroler Volksheilige und Patronin der Bauern

Die Sichel in ihrer Hand macht die heilige Notburga von Rattenberg auf vielen Heiligenfiguren unverwechselbar. Hinter diesem Attribut steht die Überlieferung einer einfachen Dienstmagd, die sich für Bedürftige einsetzte und zugleich darauf bestand, dass neben der Arbeit auch Zeit für Glauben und Erholung bleiben musste. Bis heute wird die hl. Notburga besonders in Tirol und Bayern verehrt und gilt als Patronin der Bauern, Dienstmägde und Armen.

Wer war die heilige Notburga?

Notburga soll um 1265 in Rattenberg in Tirol geboren worden sein. Der Überlieferung zufolge stammte sie aus einfachen Verhältnissen und war die Tochter eines Hutmachers.

Als junge Frau trat sie als Magd in den Dienst der Herren von Rottenburg. Auf Schloss Rottenburg bei Rotholz arbeitete sie zunächst als Dienstmagd und übernahm später verantwortungsvollere Aufgaben im Haushalt.

Notburga wird dabei als fleißige und zuverlässige Frau beschrieben. Besonders wichtig wurde für ihre spätere Verehrung jedoch ihr Umgang mit armen und hungernden Menschen.

Lebensmittel, die im Haushalt übrig geblieben waren, soll sie regelmäßig an Bedürftige verteilt haben. Als ihr dies untersagt wurde, gab sie der Legende zufolge sogar von ihren eigenen Mahlzeiten an Arme weiter.

Diese tätige Nächstenliebe wurde zu einem zentralen Bestandteil ihres Heiligenbildes.

Notburga und das Sichelwunder

Die bekannteste Geschichte über die hl. Notburga spielt nicht auf der Rottenburg, sondern in Eben am Achensee.

Nachdem sie ihren Dienst auf der Burg verloren hatte, arbeitete Notburga der Überlieferung zufolge bei einem Bauern. Mit diesem hatte sie vereinbart, am Vorabend von Sonn- und Feiertagen beim Läuten der Kirchenglocken die Arbeit zu beenden, um Zeit für Gebet und Gottesdienst zu haben.

Als der Bauer während einer arbeitsreichen Ernte trotzdem verlangte, weiterzuarbeiten, soll Notburga ihre Sichel in die Luft geworfen haben.

Der Legende nach blieb die Sichel dort auf wundersame Weise hängen.

Dieses sogenannte Sichelwunder wurde zur bekanntesten Episode ihrer Lebensgeschichte. Deshalb gehört die Sichel bis heute zu den wichtigsten Attributen der heiligen Notburga.

Die Geschichte wurde zugleich als Zeichen dafür verstanden, dass Arbeit ihre Grenzen haben muss und der Mensch Anspruch auf Ruhe und religiöse Einkehr besitzt.

Warum trägt die heilige Notburga eine Sichel?

Die Sichel erinnert an Notburgas Tätigkeit als Magd in der Landwirtschaft und vor allem an das überlieferte Sichelwunder.

Auf geschnitzten Figuren ist sie deshalb häufig mit einer Sichel in der Hand zu erkennen. Weitere traditionelle Attribute sind Getreideähren, Schlüsselbund, Brot beziehungsweise eine mit Brot gefüllte Schürze und eine Wasserkanne.

Der Schlüssel verweist auf ihre verantwortliche Stellung im Haushalt der Rottenburger. Brot und Schürze erinnern dagegen an ihre Fürsorge für Bedürftige.

Damit erzählen die einzelnen Gegenstände unterschiedliche Aspekte derselben Lebensgeschichte: Arbeit, Verantwortung und Nächstenliebe.

Eine Heilige aus dem einfachen Volk

Notburga nimmt unter den mittelalterlichen Heiligen eine besondere Stellung ein. Ihre Überlieferung erzählt nicht von einer Königin, Äbtissin oder Angehörigen einer wohlhabenden Familie, sondern von einer Dienstmagd aus einfachen Verhältnissen.

Gerade das trug erheblich zu ihrer Popularität bei.

Bauern, Mägde und Menschen aus der ländlichen Bevölkerung konnten in ihrer Geschichte eine Heilige erkennen, deren Alltag ihrer eigenen Lebenswelt wesentlich näher war als der vieler adeliger oder klösterlicher Heiliger.

Besonders in Tirol, Bayern und anderen Teilen des Alpenraums verbreitete sich ihre Verehrung.

Notburga als Patronin der Bauern

Die hl. Notburga gilt traditionell als Patronin der Bauern, Dienstmägde und Armen. Darüber hinaus wird sie mit landwirtschaftlichen Anliegen, Vieh und einer glücklichen Geburt in Verbindung gebracht.

Eine besonders interessante Tradition betrifft die Arbeitsruhe und den Feierabend.

Das Sichelwunder wurde über Jahrhunderte als Erinnerung daran verstanden, dass auch während arbeitsreicher Zeiten Raum für Ruhe, Gebet und den Sonntag bleiben soll. Deshalb wird Notburga auch als Patronin der Arbeitsruhe beziehungsweise des Feierabends bezeichnet.

Gerade diese Verbindung macht ihre Geschichte bis heute ungewöhnlich aktuell.

Eben am Achensee und die Verehrung der hl. Notburga

Nach ihrem Tod soll Notburga in Eben am Achensee bestattet worden sein. Dort entwickelte sich ihr Grab zu einem Wallfahrtsort.

Die heutige Notburga-Kirche in Eben wurde zum Mittelpunkt ihrer Verehrung. Dort werden auch ihre Reliquien aufbewahrt.

Schon im Spätmittelalter kamen Pilger nach Eben. In späteren Jahrhunderten wurde die Kirche mehrfach erweitert und neu gestaltet. Die Verehrung Notburgas verbreitete sich von Tirol aus besonders nach Bayern, in die Steiermark und weitere Regionen des Alpenraums.

Im Jahr 1862 bestätigte Papst Pius IX. offiziell den bereits seit Jahrhunderten bestehenden Kult und die Verehrung Notburgas.

Geschichte oder Legende?

Bei der Lebensgeschichte der hl. Notburga muss zwischen historisch nachweisbarer Verehrung und späterer Legendenüberlieferung unterschieden werden.

Die bekannten Lebensdaten um 1265 bis 1313 sind nicht zuverlässig historisch dokumentiert. Auch das Sichelwunder und andere bekannte Episoden gehören zur religiösen Überlieferung.

Gut nachvollziehbar ist dagegen, dass die Verehrung Notburgas spätestens im 15. Jahrhundert bereits bestand und sich anschließend besonders im Alpenraum stark verbreitete.

Ihre Bedeutung liegt deshalb weniger in einer lückenlos rekonstruierbaren Biografie als in der Wirkung, die ihre Geschichte über Jahrhunderte entfaltete.

Die heilige Notburga als Holzfigur

Eine Holzfigur der heiligen Notburga lässt sich besonders an der Sichel erkennen. Je nach Ausführung können weitere Attribute wie Getreideähren, Schlüssel, Brot oder Wasserkanne hinzukommen.

Diese bäuerlichen Elemente unterscheiden sie deutlich von vielen anderen Heiligenfiguren und unterstreichen ihre enge Verbindung zum ländlichen Leben.

Für Frauen namens Notburga oder Notburg ist sie persönliche Namenspatronin. Darüber hinaus besitzt eine Notburga-Figur durch ihr traditionelles Patronat einen besonderen Bezug zu Landwirtschaft, Bauernfamilien und dem ländlichen Raum.

Ihre Geschichte verbindet dabei drei Themen, die ihre Verehrung über Jahrhunderte geprägt haben: Arbeit, Nächstenliebe und das Recht auf Ruhe.

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