Heiliger Philippus – Apostel und Wegbegleiter Jesu
Der hl. Philippus, häufig auch einfach Apostel Philippus genannt, gehörte zu den zwölf Aposteln Jesu. Er stammte aus Bethsaida in Galiläa, derselben Stadt wie Petrus und Andreas, und wurde von Jesus unmittelbar in seine Nachfolge gerufen. Besonders das Johannesevangelium berichtet mehrfach von Philippus: Er führte Nathanael zu Jesus, wurde vor der Speisung der Fünftausend angesprochen und richtete beim letzten Abendmahl die bekannte Bitte an Jesus: „Zeig uns den Vater.“ Sein Gedenktag wird gemeinsam mit dem Apostel Jakobus am 3. Mai gefeiert.
„Komm und sieh“ – Philippus lädt Nathanael ein
Kurz nach seiner eigenen Berufung begegnete Philippus Nathanael und erzählte ihm von Jesus von Nazareth. Als Nathanael zunächst skeptisch reagierte, begann Philippus keine lange Diskussion, sondern antwortete schlicht: „Komm und sieh.“ Damit wurde er bereits am Beginn seiner Jüngerschaft zu einem Menschen, der andere zu Jesus führte.
Diese kurze Szene gehört zu den charakteristischsten Momenten seiner biblischen Geschichte. Philippus erscheint darin weniger als großer Redner, sondern als Apostel, der seine eigene Begegnung weitergibt und andere zur persönlichen Erfahrung einlädt.
Bei der Brotvermehrung wird Philippus direkt angesprochen
Auch vor der Speisung der Fünftausend tritt Philippus besonders hervor. Jesus fragte ihn, wo Brot für die große Menschenmenge gekauft werden könne. Philippus antwortete zunächst sehr praktisch und verwies darauf, dass selbst eine große Geldsumme nicht ausreichen würde. Das Johannesevangelium macht ihn damit zu einem unmittelbaren Beteiligten eines der bekanntesten Wunder Jesu.
Später wandten sich außerdem griechischsprachige Besucher an Philippus mit der Bitte, Jesus sehen zu dürfen. Gemeinsam mit Andreas brachte er ihr Anliegen zu Jesus. Auch hier erscheint Philippus als Verbindung zwischen Menschen und Christus.
Kreuz und Buch erinnern an den Apostel
Traditionelle Darstellungen zeigen den hl. Philippus als Apostel mit Kreuz, teilweise in Form eines Kreuzstabes oder eines großen Kreuzes. Das Kreuz verweist auf die Überlieferungen über sein Martyrium. Ein Buch oder eine Schriftrolle kann zusätzlich seine Verkündigung des Evangeliums kennzeichnen.
Eine Holzfigur des hl. Philippus lässt sich dadurch besonders gut in den Kreis der Apostelfiguren einordnen. Je nach Ausführung können Kreuz, Buch oder weitere Attribute unterschiedlich stark hervortreten.
Seine Frage führt zu einem der bekanntesten Worte Jesu
Beim letzten Abendmahl richtete Philippus eine direkte Bitte an Jesus: „Herr, zeig uns den Vater.“ Jesus antwortete ihm sinngemäß, dass derjenige, der ihn gesehen habe, auch den Vater gesehen habe. Diese Begegnung gehört zu den theologisch bedeutendsten Stellen, an denen Philippus im Johannesevangelium persönlich hervortritt.
Damit wird Philippus nicht nur als Begleiter Jesu sichtbar, sondern auch als fragender Apostel. Seine Bitte eröffnet im Evangelium eine zentrale Aussage über die Beziehung zwischen Jesus und dem Vater.
Die spätere Überlieferung führt Philippus nach Kleinasien
Über das Leben des Apostels nach den neutestamentlichen Berichten ist deutlich weniger sicher bekannt. Die kirchliche Tradition verbindet sein späteres Wirken insbesondere mit Kleinasien und sein Ende mit einem Martyrium. Verschiedene Überlieferungen nennen dabei unterschiedliche Einzelheiten, weshalb diese Angaben nicht mit derselben Sicherheit behandelt werden sollten wie die Berichte der Evangelien.
Die Verehrung des Philippus verbreitete sich dennoch früh. Seine Reliquientradition wurde später mit Rom und der Basilika der Heiligen Zwölf Apostel verbunden, wo Philippus gemeinsam mit Jakobus verehrt wird.
Der 3. Mai verbindet Philippus mit Jakobus
Der katholische Gedenk- und Namenstag des hl. Philippus ist der 3. Mai. An diesem Tag werden gemeinsam die Apostel Philippus und Jakobus der Jüngere gefeiert. Ihre gemeinsame liturgische Verehrung hängt mit der Übertragung ihrer Reliquien in die römische Apostelbasilika zusammen.
Hl. Philippus – 3. Mai
Heiliger Philippus als Holzfigur
Eine Holzfigur des hl. Philippus erinnert an einen Apostel, der in den Evangelien immer wieder als Vermittler zwischen Menschen und Jesus begegnet. Das Kreuz verweist bei traditionellen Darstellungen auf sein später überliefertes Martyrium, während Buch oder Schriftrolle seine Aufgabe als Verkünder des Evangeliums aufgreifen.
Die Philippusfigur eignet sich als Namensfigur für Philipp, Philip, Felipe oder Filip, zum Namenstag am 3. Mai sowie als religiöses Geschenk zur Taufe, Erstkommunion oder Firmung. Sie ist außerdem eine passende Apostelfigur für Kirchen, Gemeinden oder Menschen mit einem besonderen Bezug zum hl. Philippus.