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Hl. Quirinus - Märtyrer & Stadtpatron

Hl. Quirinus - Märtyrer & Stadtpatron

Hl. Quirinus

Rüstung und Lanze erinnern an seine Vergangenheit als römischer Offizier. Doch gerade sein späteres Bekenntnis zum Christentum bestimmte die Geschichte des hl. Quirinus – und begründete eine Verehrung, die besonders in Neuss bis heute lebendig ist.

Einst römischer Offizier, später selbst Christ und Märtyrer: Die Überlieferung des hl. Quirinus erzählt von einer mutigen Lebenswende. In Neuss wird er bis heute als Stadtpatron verehrt.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Quirinus

Ein römischer Offizier, der selbst zum verfolgten Christen wurde: Die Überlieferung des hl. Quirinus erzählt von einer grundlegenden Lebenswende. Jahrhunderte später wurde seine Verehrung in Neuss so bedeutend, dass der Märtyrer bis heute als Patron der Stadt eng mit ihr verbunden ist.

Gedenktag

30.04.

Schutzpatron

Neuss • Ritter • Pferde & Rinder

Attribute

Lanze • Schild/Fahne mit neun Kugeln • Helm

Bedeutung

Die Überlieferung des hl. Quirinus erzählt von einem Mann, dessen Begegnung mit dem christlichen Glauben seine bisherige Lebensrichtung grundlegend veränderte. Seine Figur erinnert damit besonders an Überzeugung, Mut zur Veränderung und das konsequente Eintreten für den neu gefundenen Glauben.

Passender Anlass

Eine Figur des hl. Quirinus eignet sich als Namensfigur für Quirin oder Quirinus, zum Namenstag sowie als religiöses Geschenk zur Taufe, Erstkommunion oder Firmung. Besonders passend ist sie für Menschen mit einer Verbindung zu Neuss und dem Rheinland, zu einer Quirinus-Kirche oder -Gemeinde sowie zu den traditionellen Patronatsbereichen des Heiligen.

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Hl. Quirinus mit Fahne
Hl. Quirinus mit Fahne Angebotab €150,00
Hl. Quirinus
Hl. Quirinus Angebotab €1.175,00

Geschichte und Bedeutung

Hl. Quirinus

Heiliger Quirinus – Märtyrer und Stadtpatron von Neuss

Der hl. Quirinus von Neuss, auch Quirinus von Rom genannt, gehört zu den Märtyrern des frühen Christentums. Über sein historisches Leben sind nur wenige gesicherte Einzelheiten bekannt. Nach der kirchlichen Überlieferung war Quirinus ein römischer Tribun beziehungsweise Offizier zur Zeit Kaiser Hadrians. Zunächst stand er auf der Seite der römischen Staatsmacht, bevor er selbst zum christlichen Glauben fand. Wegen seines Bekenntnisses wurde er schließlich zum Märtyrer. Besonders eng ist seine Verehrung heute mit Neuss am Rhein verbunden, dessen Stadtpatron er ist.

Vom römischen Offizier zum Christen

Die Legende erzählt von einer bemerkenswerten Lebenswende. Quirinus soll als römischer Tribun mit der Bewachung verfolgter Christen betraut gewesen sein. Die Begegnung mit ihrem Glauben und eine wundersame Heilung seiner Tochter Balbina führten der Überlieferung zufolge dazu, dass er selbst Christ wurde. Als Quirinus sich anschließend weigerte, den römischen Göttern zu opfern, bezahlte er sein Bekenntnis mit dem Leben.

Diese Geschichte erklärt zugleich, weshalb Quirinus in der christlichen Kunst nicht als Geistlicher, sondern häufig als Soldat oder Ritter erscheint. Seine militärische Kleidung erinnert an sein früheres Amt, während die Märtyrerpalme auf seinen Tod für den christlichen Glauben verweist.

Neun Kugeln machen Quirinus unverwechselbar

Besonders charakteristisch ist die Darstellung des hl. Quirinus mit Helm, Harnisch, Lanze, Fahne und Schild. Bei Quirinus von Neuss erscheinen auf Schild oder Fahne häufig neun Kugeln beziehungsweise Punkte. Sie entstanden aus einer volkstümlichen Deutung des alten römischen Namens von Neuss, Novaesium, in Verbindung mit dem lateinischen novem für „neun“.

Eine Holzfigur des hl. Quirinus kann dadurch besonders eindeutig zugeordnet werden. Neben den neun Kugeln gehören auch Lanze, Märtyrerpalme oder weitere Elemente einer römischen Soldatendarstellung zu seiner traditionellen Ikonografie.

Seine Reliquien begründeten eine bedeutende Verehrung in Neuss

Die besondere Verbindung zwischen Quirinus und Neuss entstand im Mittelalter. Nach der Überlieferung wurden seine Reliquien um 1050 von Rom nach Neuss gebracht. Dort entwickelte sich eine intensive Quirinusverehrung, die Pilger aus verschiedenen Regionen anzog. Das später errichtete Quirinus-Münster wurde zum sichtbaren Zentrum dieser Tradition.

Bis heute ist Quirinus eng mit der Stadt verbunden. Schild und Fahne mit den neun Kugeln wurden zu weithin bekannten Zeichen des Neusser Stadtpatrons und begegnen auch in der lokalen kirchlichen Tradition.

Schutzheiliger mit weitreichender Verehrung

Quirinus wurde nicht nur in Neuss verehrt. Seine Verehrung verbreitete sich besonders im Rheinland und in weiteren Teilen Europas. Traditionell wird er unter anderem als Patron der Ritter sowie der Pferde und Rinder angerufen. Darüber hinaus entwickelte sich eine umfangreiche Fürbitte bei verschiedenen Krankheiten und Beschwerden.

Im Rheinland zählt Quirinus außerdem zu den sogenannten Vier heiligen Marschällen, einer Gruppe besonders verehrter Schutzheiliger. Gemeinsam mit Antonius dem Einsiedler, Cornelius und Hubertus wurde er bei unterschiedlichen Nöten angerufen.

Der 30. April erinnert besonders an Quirinus in Neuss

In Neuss und im Erzbistum Köln wird das Fest des hl. Quirinus am 30. April begangen. Der Termin erinnert an die Übertragung seiner Reliquien nach Neuss und ist bis heute besonders eng mit der dortigen Quirinusverehrung verbunden.

Hl. Quirinus – 30. April

Heiliger Quirinus als Holzfigur

Eine Holzfigur des hl. Quirinus verbindet seine Überlieferung als römischer Offizier mit seiner Verehrung als Märtyrer und Schutzheiliger. Harnisch, Helm, Lanze oder Fahne greifen seine militärische Vergangenheit auf. Besonders charakteristisch für Quirinus von Neuss sind die neun Kugeln auf Schild oder Fahne.

Die Quirinusfigur eignet sich als Namensfigur für Quirin, Quirinus oder Quirino, zum Namenstag sowie als religiöses Geschenk. Einen besonderen Bezug besitzt sie für Menschen aus Neuss und dem Rheinland, für Quirinus-Gemeinden sowie aufgrund seiner traditionellen Patronate für Menschen mit Verbindung zu Pferden und zur Landwirtschaft.

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