Heiliger Severin von Köln – früher Bischof und Patron der Stadt
Der hl. Severin von Köln wirkte in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts und gilt als dritter überlieferter Bischof von Köln. Über sein Leben sind nur wenige historisch gesicherte Nachrichten erhalten. Seine Amtszeit fällt jedoch in eine entscheidende Phase des frühen Christentums am Rhein. Eine Überlieferung verbindet Severin mit dem Tod des hl. Martin von Tours um 397. Schon früh entwickelte sich in Köln eine ausgeprägte Verehrung des Bischofs, die bis heute besonders mit der romanischen Kirche St. Severin verbunden ist. Sein Gedenktag ist der 23. Oktober.
Einer der frühesten bekannten Kölner Bischöfe
Severin steht weit am Anfang der Kölner Bistumsgeschichte. Mittelalterliche Bischofslisten führen ihn als dritten bekannten Bischof der Stadt. Seine Lebensdaten werden häufig mit um 344 bis um 397 angegeben, sind historisch jedoch nicht sicher zu bestimmen. Auch Angaben zu Bordeaux und seiner Herkunft können auf einer Verwechslung mit einem gleichnamigen Bischof zurückgehen.
Gerade deshalb liegt die Bedeutung Severins weniger in einer umfangreich dokumentierten Biografie als in seiner außergewöhnlich langen Verehrung in Köln. Archäologische und anthropologische Untersuchungen der im Severinsschrein aufbewahrten Gebeine stützen zumindest eine Datierung um das Jahr 400.
Himmlischer Gesang verbindet Severin mit Martin von Tours
Eine der bekanntesten Überlieferungen über Severin stammt von Gregor von Tours. Demnach hörte der Kölner Bischof während eines Rundgangs zu den heiligen Stätten der Stadt plötzlich einen himmlischen Gesang, den seine Begleiter nicht wahrnehmen konnten. Severin deutete ihn als Zeichen dafür, dass Martin von Tours gerade gestorben und in den Himmel aufgenommen worden sei.
Die Erzählung verbindet zwei bedeutende Bischofsgestalten des ausgehenden 4. Jahrhunderts miteinander. Ob Severin Martin persönlich kannte, lässt sich historisch nicht beweisen; die Überlieferung zeigt jedoch, wie eng beide bereits in der frühen Heiligenverehrung miteinander verbunden wurden.
Mitra, Buch und Bischofsstab kennzeichnen Severin
Der hl. Severin wird traditionell als Bischof dargestellt. Auch die für eure Collection relevante Holzfigur folgt dieser Darstellung: Severin trägt bischöfliche Kleidung und eine Mitra, hält ein Buch in der rechten und einen Bischofsstab in der linken Hand.
Diese Attribute unterscheiden Severin von Köln zugleich eindeutig von Severin von Noricum, der als einfacher Glaubensbote beziehungsweise Pilger dargestellt wird. Bei einer Holzfigur des hl. Severin von Köln stehen dagegen sein Bischofsamt und seine Bedeutung für die frühe Kölner Kirche im Mittelpunkt.
St. Severin bewahrt seine Erinnerung
Der wichtigste Ort seiner Verehrung ist die nach ihm benannte Basilika St. Severin in Köln. Sie gehört zu den zwölf großen romanischen Kirchen der Stadt und gilt als Hauptort der Severinsverehrung. Unter der Kirche soll sich auch das erste Grab des Heiligen befunden haben. Seine Reliquien werden bis heute in einem Schrein aufbewahrt.
Severins Verbindung zu Köln reicht damit weit über seine historische Amtszeit hinaus. Ein ganzer Stadtteil und das als Severinsviertel oder „Vringsveedel“ bekannte Quartier tragen seine Erinnerung bis heute weiter.
Köln und die Weber stehen unter seinem Patronat
Der hl. Severin wird als Patron von Köln und der Weber verehrt. Traditionell wird er außerdem für Regen sowie gegen Trockenheit und Unglück angerufen.
Damit verbindet seine Verehrung einen starken regionalen Bezug mit einem historischen Berufspatronat. Gerade für Köln besitzt Severin bis heute eine besondere Bedeutung als einer der frühen Bischöfe und Schutzheiligen der Stadt.
Der 23. Oktober ist Severins Gedenktag
Der katholische Gedenk- und Namenstag des hl. Severin von Köln ist der 23. Oktober. Im Erzbistum Köln wird sein Gedenktag besonders begangen.
Hl. Severin von Köln – 23. Oktober
Heiliger Severin von Köln als Holzfigur
Eine Holzfigur des hl. Severin von Köln erinnert an einen der frühesten überlieferten Bischöfe der Rheinmetropole. Mitra und Bischofsstab kennzeichnen sein kirchliches Amt, während das Buch seine Darstellung als Lehrer und Verkünder des christlichen Glaubens ergänzt.
Die Severinfigur eignet sich als Namensfigur für Severin oder Severinus, zum Namenstag am 23. Oktober sowie als religiöses Geschenk zur Taufe oder Firmung. Durch seine Geschichte ist sie außerdem besonders passend für Menschen mit Verbindung zu Köln, dem Rheinland oder dem Weberhandwerk.