Die heilige Teresa von Kalkutta – Mutter Teresa und die Ärmsten der Armen
Nur wenige Heilige des 20. Jahrhunderts sind so unmittelbar wiederzuerkennen wie Mutter Teresa. Im weiß-blauen Sari wurde die Ordensgründerin weltweit zum Sinnbild für die Hinwendung zu Armen, Kranken, Sterbenden und Menschen, die am Rand der Gesellschaft lebten. Die katholische Kirche verehrt sie heute als heilige Teresa von Kalkutta. Ihr Gedenk- und Namenstag ist der 5. September, ihr Todestag.
Wer war Mutter Teresa?
Mutter Teresa wurde am 26. August 1910 in Skopje als Anjezë Gonxhe Bojaxhiu in eine albanische Familie geboren. Schon als junge Frau entschied sie sich für ein religiöses Leben und trat 1928 bei den Loreto-Schwestern ein. 1929 kam sie nach Indien, wo sie zunächst viele Jahre als Lehrerin in Kalkutta arbeitete.
1946 erlebte sie auf einer Zugreise nach Darjeeling das, was sie später als „Ruf im Ruf“ bezeichnete. Sie empfand den Auftrag, das bisherige Klosterleben zu verlassen und Christus besonders in den „Ärmsten der Armen“ zu dienen. Nach kirchlicher Genehmigung begann sie 1948 ihre Arbeit außerhalb der Loreto-Gemeinschaft in den Armenvierteln Kalkuttas.
Die Gründung der Missionarinnen der Nächstenliebe
Im Jahr 1950 wurde die von Mutter Teresa gegründete Gemeinschaft der Missionaries of Charity – Missionarinnen der Nächstenliebe kirchlich errichtet. Ihre Aufgabe bestand darin, Menschen zu dienen, die von Armut, Krankheit, Obdachlosigkeit oder gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen waren. Aus den Anfängen in Kalkutta entwickelte sich eine internationale Ordensgemeinschaft mit Einrichtungen in vielen Ländern.
Für Mutter Teresa gehörten Gebet und konkrete Hilfe eng zusammen. Ihr Einsatz für andere verstand sich nicht ausschließlich als soziale Tätigkeit, sondern als Ausdruck ihres christlichen Glaubens. Papst Johannes Paul II. beschrieb sie bei ihrer Seligsprechung als eine Frau, die Christus in den ärmsten Menschen dienen wollte.
Warum trug Mutter Teresa einen weiß-blauen Sari?
Der weiße Sari mit blauen Streifen wurde zum unverwechselbaren Kennzeichen Mutter Teresas und der Missionarinnen der Nächstenliebe. Mit dieser Kleidung unterschied sich ihre Gemeinschaft bewusst von klassischen europäischen Ordenstrachten und griff eine in Indien verbreitete Kleidungsform auf.
Bei einer Holzfigur der hl. Teresa von Kalkutta ist der Sari deshalb das wichtigste Erkennungsmerkmal. Je nach Darstellung können außerdem Rosenkranz, Kreuz oder ein Kind hinzukommen und ihren Gebets- beziehungsweise Fürsorgebezug hervorheben.
Mutter Teresa und die „Ärmsten der Armen“
Mutter Teresa gründete Einrichtungen für Sterbende, Kranke, ausgesetzte Kinder und Menschen ohne familiäre oder gesellschaftliche Unterstützung. Ihr Anliegen war, auch Menschen, die kaum noch Hilfe erwarten konnten, mit persönlicher Zuwendung und Würde zu begegnen.
Ihre Arbeit machte sie weltweit bekannt. Gleichzeitig verstand sie ihren Dienst stets religiös: Die Kraft für ihre Tätigkeit bezog sie nach eigener Spiritualität aus Gebet, Eucharistie und der Betrachtung Christi. Auch Papst Leo XIV. hob 2025 hervor, dass ihr Einsatz für andere aus dieser tiefen Gebetsspiritualität hervorging.
Friedensnobelpreis und internationale Bekanntheit
1979 erhielt Mutter Teresa den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für arme und ausgegrenzte Menschen. Ihre Bekanntheit führte dazu, dass sie weltweit zu einer der sichtbarsten katholischen Persönlichkeiten ihrer Zeit wurde.
Sie nutzte diese öffentliche Aufmerksamkeit vor allem, um auf Menschen hinzuweisen, die nach ihrer Überzeugung von Gesellschaft und Politik leicht übersehen wurden. Gleichzeitig blieb Kalkutta der Mittelpunkt ihrer Gemeinschaft und ihres persönlichen Wirkens.
Selig- und Heiligsprechung
Mutter Teresa starb am 5. September 1997 in Kalkutta im Alter von 87 Jahren. Schon zu Lebzeiten genoss sie weltweit eine außergewöhnliche Verehrung. Papst Johannes Paul II. erlaubte deshalb bereits weniger als zwei Jahre nach ihrem Tod die Eröffnung ihres Selig- und Heiligsprechungsverfahrens. Am 19. Oktober 2003 wurde sie seliggesprochen.
Papst Franziskus sprach Mutter Teresa schließlich am 4. September 2016 in Rom heilig. Seither lautet ihre kirchliche Bezeichnung hl. Teresa von Kalkutta. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 5. September. Seit 2025 wird dieser Tag als nichtgebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender gefeiert.
Wann ist der Namenstag von Mutter Teresa?
Der Gedenktag der hl. Teresa von Kalkutta ist der 5. September, ihr Todestag im Jahr 1997. Für unsere Collection verwenden wir deshalb:
Namenstag Teresa: 5. September
Bei Teresa existieren allerdings mehrere bedeutende Namenspatroninnen, darunter Teresa von Ávila und Thérèse von Lisieux. Für die hier behandelte Mutter Teresa von Kalkutta ist eindeutig der 5. September maßgeblich.
Die heilige Teresa von Kalkutta als Holzfigur
Eine Holzfigur von Mutter Teresa ist besonders an ihrem charakteristischen weiß-blauen Sari zu erkennen. Je nach Schnitzmodell können Rosenkranz, Kreuz oder weitere Zeichen ihres religiösen Lebens hinzukommen. Ihre Darstellung erinnert an eine der bekanntesten Ordensfrauen des 20. Jahrhunderts und an ihren lebenslangen Dienst an armen, kranken und ausgegrenzten Menschen.
Als persönliche Heiligenfigur eignet sich die hl. Teresa von Kalkutta für Frauen namens Teresa oder Theresa, aber ebenso als religiöses Geschenk für Menschen, die in Pflege, Sozialarbeit, Medizin, Hospizbegleitung oder karitativen Aufgaben tätig sind.