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Hl. Winfried - Apostel der Deutschen

Hl. Winfried - Apostel der Deutschen

Hl. Winfried

Als Winfried begann sein Weg in England, als Bonifatius prägte er die Kirchengeschichte Europas. Buch und Schwert seiner Darstellung verbinden sein Wirken als Glaubensbote mit seinem Martyrium bei Dokkum.

Als Winfried geboren, wurde er unter dem Namen Bonifatius zum „Apostel der Deutschen“. Buch und Schwert erinnern an seine Verkündigung und seinen Tod als Märtyrer.

Wissenswertes zum Motiv

Hl. Winfried

Als Winfried wurde er geboren, als Bonifatius schrieb er Kirchengeschichte. Der angelsächsische Mönch wurde Missionar, Bischof und „Apostel der Deutschen“. Buch und Schwert seiner Darstellung erinnern an einen Glaubensboten, der seine Überzeugung bis zu seinem Tod als Märtyrer vertrat.

Gedenktag

05.06.

Hl. Winfried / Bonifatius

Schutzpatron

Thüringen • Bistum Fulda • Bistum Erfurt • Bierbrauer • Schneider • Feilenmacher

Attribute

Buch • Schwert • Bischofsstab • Mitra

Bedeutung

Winfried verließ seine englische Heimat, um als Missionar auf dem europäischen Festland zu wirken. Unter dem Namen Bonifatius wurde er zu einem der bedeutendsten Glaubensboten seiner Zeit. Seine Darstellung mit Buch und Schwert verbindet Verkündigung und Martyrium. Die Figur steht damit besonders für Glaubensstärke, Entschlossenheit und das konsequente Eintreten für die eigene Überzeugung.

Passender Anlass

Eine Figur des hl. Winfried eignet sich als Namensfigur für Winfried oder Winfrid, zum Namenstag am 5. Juni sowie als religiöses Geschenk zur Taufe oder Firmung. Durch die Identität mit Bonifatius besitzt die Figur zugleich eine besondere Bedeutung für Menschen mit Bezug zu Fulda, Hessen und Thüringen sowie für alle, die eine Darstellung des „Apostels der Deutschen“ suchen.

Hl. Winfried

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Geschichte und Bedeutung

Hl. Winfried

Heiliger Winfried – als Bonifatius zum Apostel der Deutschen

Der hl. Winfried, ursprünglich Wynfreth genannt, ist heute vor allem unter seinem späteren Namen Bonifatius bekannt. Der aus England stammende Benediktinermönch wurde zu einem der bedeutendsten Missionare und Kirchenorganisatoren des frühen Mittelalters. Sein Wirken führte ihn nach Friesland sowie in verschiedene Gebiete des heutigen Deutschlands, insbesondere nach Hessen und Thüringen. Als Missionar, Bischof und Kirchenreformer prägte er die Entwicklung der Kirche nachhaltig und erhielt später den Beinamen „Apostel der Deutschen“. Sein Gedenktag ist der 5. Juni.

Aus Winfried wurde Bonifatius

Bevor er unter dem Namen Bonifatius in die Kirchengeschichte einging, hieß er Wynfreth, deutsch Winfried. Er wurde um 672/675 im angelsächsischen England geboren, trat bereits in jungen Jahren in ein Kloster ein und wurde Benediktinermönch und Priester. Sein Wunsch, als Missionar zu wirken, führte ihn zunächst nach Friesland und später nach Rom. Im Zusammenhang mit seinem päpstlichen Missionsauftrag erhielt Winfried den Namen Bonifatius.

Beide Namen bezeichnen deshalb dieselbe Person: Wer nach dem heiligen Winfried sucht, begegnet einem der bedeutendsten Glaubensboten, die unter dem Namen Bonifatius bekannt wurden.

Missionar und Gestalter kirchlicher Strukturen

Bonifatius wirkte vor allem in Hessen und Thüringen und trug dort zur Verbreitung und Festigung des Christentums bei. Dabei blieb es nicht bei der eigentlichen Mission. Er gründete und förderte Klöster, wirkte an der kirchlichen Organisation mit und pflegte eine enge Verbindung zum Papsttum. Später wurde er Bischof und schließlich Erzbischof von Mainz.

Diese umfassende Tätigkeit begründete seinen späteren Beinamen „Apostel der Deutschen“. Winfried-Bonifatius steht damit nicht nur für die Glaubensverkündigung, sondern ebenso für den Aufbau dauerhafter kirchlicher Strukturen.

Die Donareiche wurde zum Sinnbild seiner Mission

Zu den bekanntesten Überlieferungen aus dem Leben des Bonifatius gehört die Fällung der Donareiche bei Geismar im heutigen Hessen. Der dem germanischen Gott Donar geweihte Baum wurde auf Veranlassung des Missionars gefällt. Die Episode entwickelte sich zu einem Sinnbild seines missionarischen Wirkens und erklärt, warum Axt und Eiche ebenfalls zu seinen bekannten Attributen gehören.

Eure Darstellung setzt jedoch einen anderen Schwerpunkt: Sie zeigt Winfried als Bischof mit Mitra und Bischofsstab sowie mit Buch und Schwert. Diese Attribute verbinden sein kirchliches Amt mit seinem Wirken als Glaubensverkünder und seinem späteren Martyrium.

Buch und Schwert erzählen von seinem Glauben und seinem Martyrium

Besonders charakteristisch für die Darstellung des hl. Bonifatius sind Buch und Schwert. Das Buch verweist auf die christliche Verkündigung und ist zugleich mit einer bekannten Überlieferung seines Martyriums verbunden: Bonifatius soll beim tödlichen Angriff ein Buch schützend über seinen Kopf gehalten haben. Darstellungen zeigen ihn deshalb unter anderem mit einem vom Schwert durchbohrten Buch oder – wie bei eurer Figur – mit Buch und Schwert als getrennten Attributen.

Das Schwert erinnert an seinen gewaltsamen Tod und seine Verehrung als Märtyrer. Zusammen bilden Buch und Schwert einen besonders aussagekräftigen Bildanker: Verkündigung und Glauben auf der einen, Martyrium auf der anderen Seite.

Fulda bewahrt sein Andenken bis heute

Eine besondere Verbindung besteht zwischen Bonifatius und Fulda. Das von seinem Schüler Sturmius gegründete Kloster entwickelte sich zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum. Bonifatius selbst wollte dort bestattet werden. Nach seinem Tod wurden seine Gebeine schließlich nach Fulda überführt; sein Grab im heutigen Fuldaer Dom gehört bis heute zu den wichtigsten Orten seiner Verehrung.

Fulda bildet damit neben seinen Missionsgebieten in Hessen und Thüringen einen der wichtigsten geografischen Anker seiner Lebens- und Wirkungsgeschichte.

Sein letzter Weg führte nach Friesland

Im hohen Alter kehrte Bonifatius noch einmal zur Mission nach Friesland zurück. Am 5. Juni 754 wurde er bei Dokkum zusammen mit zahlreichen Gefährten getötet. Sein Tod begründete seine Verehrung als Märtyrer und erklärt das Schwert als wichtiges Attribut seiner Darstellung.

Der 5. Juni wird deshalb als Gedenk- und Namenstag des hl. Bonifatius beziehungsweise Winfried begangen.

Heiliger Winfried als Holzfigur

Eine Holzfigur des hl. Winfried erinnert an den Mann, der unter seinem späteren Namen Bonifatius als „Apostel der Deutschen“ bekannt wurde. Eure Darstellung zeigt ihn im bischöflichen Ornat mit Mitra, Bischofsstab, Buch und Schwert. Damit verbindet die Figur sein Amt als Bischof mit seiner Glaubensverkündigung und seinem Tod als Märtyrer.

Die Winfriedfigur eignet sich besonders als Namensfigur für Winfried oder Winfrid, zum Namenstag am 5. Juni sowie als religiöses Geschenk zur Taufe oder Firmung. Gleichzeitig ist sie eine Darstellung des hl. Bonifatius und damit eines der bedeutendsten Glaubensboten des frühen Mittelalters.

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