Artikel: Die Ulrich Krippe – Geschichte, Künstler & Besonderheiten
Artikel: Die Ulrich Krippe – Geschichte, Künstler & Besonderheiten
SÜDTIROLER KRIPPENKUNST
Die Ulrich Krippe gehört zu den traditionsreichen Krippenserien aus dem Grödnertal in Südtirol. Charakteristisch sind ihre detailreiche Gestaltung, die harmonischen Proportionen und eine umfangreiche Figurenwelt, mit der sich von der kleinen Geburtsszene bis zur großen Krippenlandschaft ganz unterschiedliche Weihnachtskrippen gestalten lassen.
Eng verbunden ist die Serie mit dem Bildhauer Ulrich Perathoner und der Grödner Holzschnitztradition. Seine künstlerische Handschrift prägt den besonderen Ausdruck der Figuren: Gesichter, Körperhaltungen, Gewänder und zahlreiche kleine Details verleihen den einzelnen Charakteren Persönlichkeit, während die Figuren dennoch als zusammengehörige Krippenwelt erkennbar bleiben.
Über die Jahre wurde die Ulrich Krippe um zahlreiche Hirten, Könige, Tiere und weitere Charaktere ergänzt und in unterschiedlichen Figurengrößen und Ausführungen gefertigt. Dadurch eignet sie sich besonders als Sammlerkrippe, die mit wenigen Figuren beginnen und über viele Jahre weiterwachsen kann.
In diesem Beitrag erzählen wir die Geschichte der Ulrich Krippe, stellen den Künstler hinter den Figuren vor und zeigen, was Gestaltung und Figurenwelt dieser Südtiroler Krippenserie besonders macht. Außerdem erklären wir, worauf bei Figurengröße, Ausführung und beim späteren Ergänzen einer bestehenden Ulrich Krippe geachtet werden sollte.
Kurz zusammengefasst
Die Ulrich Krippe ist eine traditionsreiche Krippenserie aus dem Grödnertal in Südtirol und eng mit dem Bildhauer Ulrich Perathoner verbunden. Charakteristisch sind ihre detailreiche Gestaltung, harmonischen Proportionen und die umfangreiche Auswahl an Figuren und Tieren. Durch unterschiedliche Figurengrößen und Ausführungen lässt sich die Ulrich Krippe sowohl als kleine Geburtsszene gestalten als auch über viele Jahre zu einer umfangreichen Krippenlandschaft erweitern.
In diesem Artikel
Die Geschichte der Ulrich Krippe beginnt Ende der 1980er-Jahre im Südtiroler Grödnertal. Dort entstand eine neue Figurenserie, die sich an der traditionellen alpenländischen Krippe orientierte und zugleich eine eigenständige, besonders fein ausgearbeitete Formensprache entwickelte.
Eng verbunden ist ihre Entstehung mit Ulrich Perathoner, Bildhauermeister aus St. Ulrich in Gröden. Die Familie Perathoner steht in einer langen Grödner Bildhauertradition, während die Werkstatt hinter der heutigen Marke ULPE bereits seit 1972 besteht. Ulrich Perathoner prägte mit seiner Arbeit die Figurenwelt, die später seinen Namen tragen sollte.
Aus den ersten Modellen entwickelte sich über die folgenden Jahrzehnte Schritt für Schritt eine immer größere Krippenwelt. Neben der Heiligen Familie entstanden zahlreiche Hirten, Könige, Engel, Tiere und Figuren des täglichen Lebens. Dabei blieb die grundlegende Gestaltung der Serie erhalten: alpenländisch gekleidete Figuren, fein ausgearbeitete Details und ausdrucksstarke Gesichter gehören bis heute zu ihren charakteristischen Merkmalen.
Eine besondere Rolle spielte von Beginn an auch Holzschnitzereien Scheiderer. Wir begleiteten die Entwicklung der Ulrich Krippe seit ihren frühen Jahren und wirkten über viele Jahre an ihrer Weiterentwicklung und Modellpflege mit. Aus der Zusammenarbeit mit Ulrich Perathoner und später seinem Sohn Daniel Perathoner entwickelte sich eine Figurenserie, die kontinuierlich um neue Motive ergänzt wurde.
Heute umfasst die Ulrich Krippe nach euren aktuellen Angaben bereits mehr als 130 verschiedene Figuren. Damit ist aus der ursprünglichen Krippenserie eine außergewöhnlich umfangreiche Sammlerwelt entstanden, die sich von einer kleinen Geburtsszene bis zu einer großen, über viele Jahre gewachsenen Krippenlandschaft ausbauen lässt.
Der Name der Ulrich Krippe ist unmittelbar mit ihrem Schöpfer Ulrich Perathoner verbunden. Als Bildhauer aus St. Ulrich in Gröden entwickelte er die Modelle, die der Krippenserie ihre charakteristische Formensprache geben. Dabei steht seine Arbeit in der langen Tradition der Grödner Holzbildhauerei, verbindet diese aber mit einer eigenen gestalterischen Handschrift.
Besonders deutlich wird das an den Gesichtern und Körperhaltungen der Figuren. Maria und Josef wirken ruhig und dem Geschehen zugewandt, während Hirten, Könige und Nebenfiguren durch individuelle Gesten und Gesichtsausdrücke eigene Charaktere erhalten. Auch Gewänder, Haare, Hände und mitgeführte Gegenstände sind detailliert modelliert.
Für eine umfangreiche Krippenserie besteht die besondere Herausforderung darin, nicht nur einzelne schöne Figuren zu schaffen. Jede neue Figur muss sich in Proportion, Ausdruck und Stil in die bereits vorhandene Krippenwelt einfügen. Gerade bei einer Sammlerkrippe, die über Jahrzehnte erweitert wird, ist diese gestalterische Kontinuität entscheidend.
Die Arbeit an der Ulrich Krippe blieb dabei nicht auf ihre ursprünglichen Modelle beschränkt. Die Figurenwelt wurde über viele Jahre weiterentwickelt und um neue Motive ergänzt. In diese Entwicklung ist auch Daniel Perathoner, der Sohn von Ulrich Perathoner, eingebunden. Damit wird die künstlerische Arbeit an der Figurenwelt innerhalb der Familie fortgeführt.
Heute zeigt sich die Handschrift der Ulrich Krippe in einer außergewöhnlich großen Figurenvielfalt: vom zentralen Geschehen an der Krippe über Hirten und Tiere bis zu zahlreichen Charakteren des täglichen Lebens. Trotz dieser Vielfalt bleibt erkennbar, dass die Figuren zu einer gemeinsamen Krippenwelt gehören.
Gut zu wissen
Wie entsteht aus einem Künstler-Modell eine ganze Krippenserie?
Am Anfang jeder Figur steht der Entwurf des Bildhauers. Er bestimmt Haltung, Proportionen, Gesichtsausdruck, Kleidung und die charakteristischen Details. Dieses Modell dient anschließend als gestalterische Grundlage für die Herstellung der einzelnen Holzfiguren.
Bei einer Sammlerkrippe wie der Ulrich Krippe ist dabei besonders wichtig, dass auch später entwickelte Figuren zur bestehenden Serie passen. Größe, Proportionen und künstlerische Handschrift müssen aufeinander abgestimmt bleiben, damit eine neu hinzugekommene Figur auch Jahrzehnte später harmonisch neben älteren Figuren stehen kann.
Gerade diese gestalterische Kontinuität macht es möglich, eine Ulrich Krippe über viele Jahre zu erweitern, ohne dass die Krippenlandschaft ihren einheitlichen Charakter verliert.
Die Ulrich Krippe besitzt eine traditionelle, alpenländisch geprägte Formensprache. Dabei wirken die Figuren nicht streng oder statisch: Unterschiedliche Körperhaltungen, Gesten und Blickrichtungen verleihen den einzelnen Charakteren Bewegung und lassen auch größere Figurengruppen lebendig erscheinen.
Besonders charakteristisch sind die ausdrucksstarken Gesichter. Hirten, Könige und andere Figuren unterscheiden sich nicht nur durch Kleidung und mitgeführte Gegenstände, sondern erhalten durch Mimik und Haltung einen eigenen Charakter. Gerade bei größeren Figuren werden die fein modellierten Gesichtszüge und die sorgfältige Ausarbeitung besonders deutlich.
Auch die Gewänder und zahlreichen kleinen Details prägen das Erscheinungsbild. Faltenwürfe, Kopfbedeckungen, Taschen, Werkzeuge und Gaben werden so gestaltet, dass sie zur jeweiligen Figur und ihrer Rolle innerhalb der Krippenszene passen. Viele Nebenfiguren erzählen dadurch bereits für sich eine kleine Geschichte.
Typisch für die Ulrich Krippe ist außerdem die große Vielfalt unterschiedlicher Hirten und Figuren des täglichen Lebens. Sie ermöglichen es, neben der Geburtsszene am Stall auch Wege, Weiden und kleine Alltagsszenen zu gestalten. Dadurch eignet sich die Serie besonders für Krippenlandschaften, die über die Heilige Familie und die klassischen Hauptfiguren hinausgehen.
Trotz dieser Detailfülle bleibt die Figurenwelt harmonisch. Proportionen, Gesichter, Kleidung und gestalterische Handschrift verbinden die unterschiedlichen Charaktere miteinander. Genau darin liegt eine der besonderen Stärken der Ulrich Krippe: Jede Figur besitzt Individualität und ist gleichzeitig eindeutig als Teil derselben Krippenserie erkennbar.
Eine Besonderheit der Ulrich Krippe ist ihre außergewöhnlich große Auswahl an Figurengrößen. Die Serie wurde in zahlreichen Maßstäben gefertigt – von kleinen Figuren für kompakte Weihnachtskrippen bis zu großen Ausführungen für weitläufige Krippenlandschaften, Kirchen oder repräsentative Aufstellorte.
Die Ulrich Krippe ist je nach Figur und Ausführung in Größen von etwa 8 bis 80 cm erhältlich. Dabei gilt allerdings: Nicht jede Figur aus der umfangreichen Figurenwelt wird zwangsläufig in jeder Größe angeboten. Besonders bei Nebenfiguren und seltenen Motiven kann die Auswahl je nach Maßstab unterschiedlich ausfallen.
Die Größenangabe einer Krippenserie orientiert sich grundsätzlich an einer stehenden erwachsenen Figur. Eine kniende Maria, ein sitzender Hirte oder das Jesuskind ist deshalb tatsächlich kleiner, gehört aber dennoch zum selben Figurenmaßstab. Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn eine bestehende Ulrich Krippe später ergänzt werden soll.
Bereits wenige Zentimeter Unterschied können innerhalb einer Krippenszene deutlich sichtbar werden. Wer beispielsweise eine Ulrich Krippe in 12 cm besitzt, sollte neue Figuren deshalb ebenfalls aus der entsprechenden 12-cm-Serie auswählen. Die tatsächliche Höhe einer einzelnen sitzenden oder knienden Figur ist für die Zuordnung nicht entscheidend.
Die passende Größe hängt außerdem vom Krippenstall und der verfügbaren Fläche ab. Kleinere Figuren ermöglichen auf begrenztem Raum eine umfangreichere Landschaft mit Hirten, Tieren und Nebenfiguren. Größere Figuren benötigen dagegen mehr Abstand und Raum, bringen dafür Gesichtsausdruck, Gewänder und die zahlreichen geschnitzten Details besonders eindrucksvoll zur Geltung.
Gerade die große Größenauswahl macht die Ulrich Krippe vielseitig. Entscheidend ist jedoch, sich beim Aufbau einer Sammlung von Anfang an für einen Maßstab zu entscheiden und diesen bei späteren Ergänzungen beizubehalten.
Neben Figurengröße und Motiv bestimmt vor allem die Ausführung, wie eine Ulrich Krippenfigur später wirkt. Die Serie wird in unterschiedlichen Oberflächengestaltungen gefertigt, bei denen entweder der natürliche Charakter des Holzes oder die farbliche Ausarbeitung stärker in den Vordergrund tritt.
Bei der Naturausführung bleibt das Holz weitgehend im Mittelpunkt. Maserung, natürliche Farbunterschiede und die Spuren der schnitzerischen Ausarbeitung sind unmittelbar sichtbar. Dadurch wirken die Figuren besonders ruhig und ursprünglich, während Gesichtszüge, Gewandfalten und andere Details allein durch ihre plastische Form zur Geltung kommen.
Eine andere Wirkung besitzt die mehrfach gebeizte Ausführung. Unterschiedliche Beiztöne heben einzelne Bereiche wie Gewänder, Haare oder Gegenstände voneinander ab, ohne die natürliche Holzstruktur vollständig zu verdecken. Die Figuren erhalten dadurch mehr Kontrast und Tiefe, bewahren aber weiterhin ihren ausgeprägten Holzcharakter.
Bei den bemalten Ulrich Figuren kommt zur Schnitzarbeit eine aufwendige farbliche Gestaltung hinzu. Hauttöne, Augen, Haare, Kleidung und zahlreiche kleine Details werden farblich herausgearbeitet. Gerade bei den ausdrucksstarken Gesichtern und detailreichen Gewändern der Ulrich Krippe kann die Bemalung den individuellen Charakter einer Figur zusätzlich betonen.
Welche Ausführung die richtige ist, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack und der vorhandenen Krippe ab. Naturfiguren stellen Material und Schnitzarbeit besonders deutlich heraus, gebeizte Figuren verbinden Holzcharakter mit stärkeren Kontrasten und bemalte Figuren bringen zusätzliche Farbe und Lebendigkeit in die Krippenlandschaft.
Bei einer bestehenden Ulrich Krippe ist dagegen weniger der persönliche Geschmack als die bereits vorhandene Ausführung entscheidend. Neue Figuren sollten möglichst in derselben Variante ergänzt werden. Eine naturbelassene, mehrfach gebeizte und eine bemalte Figur können auf demselben künstlerischen Modell basieren und dennoch nebeneinander sehr unterschiedlich wirken.
Eine der besonderen Stärken der Ulrich Krippe ist ihre außergewöhnlich umfangreiche Figurenwelt. Über die Jahrzehnte entstanden mehr als 130 verschiedene Figuren und Motive. Dadurch lässt sich die Weihnachtsgeschichte nicht nur unmittelbar am Krippenstall darstellen, sondern zu einer weitläufigen und lebendigen Krippenlandschaft erweitern.
Den Mittelpunkt bilden Maria, Josef und das Jesuskind, ergänzt durch Ochs und Esel, Engel und die Heiligen Drei Könige. Besonders groß ist die Auswahl an Hirten. Unterschiedliche Körperhaltungen, Tätigkeiten und mitgeführte Gegenstände sorgen dafür, dass sich mehrere Hirten miteinander kombinieren lassen, ohne dass die Szene gleichförmig wirkt.
Hinzu kommen zahlreiche Tiere und Nebenfiguren. Schafe und andere Tiere beleben Weiden und Landschaften, während Figuren des täglichen Lebens kleine Szenen abseits des eigentlichen Krippenstalls ermöglichen. Gerade bei größeren Krippen entsteht dadurch der Eindruck einer ganzen Welt rund um das Weihnachtsgeschehen.
Dabei muss eine Ulrich Krippe keineswegs von Anfang an umfangreich sein. Eine kleine Gruppe mit der Heiligen Familie kann den Ausgangspunkt bilden und später um Hirten, Tiere, Könige und weitere Charaktere ergänzt werden. Die große Figurenauswahl macht die Serie deshalb besonders interessant für Krippenliebhaber, die ihre Sammlung über viele Jahre weiterentwickeln möchten.
Entscheidend ist nicht die möglichst große Zahl an Figuren. Gerade bei der Ulrich Krippe können bereits wenige bewusst zusammengestellte Charaktere eine ausdrucksstarke Szene bilden. Die umfangreiche Figurenwelt bietet vielmehr die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie groß und detailreich die eigene Krippe werden soll.
Gut zu wissen
Eine große Figurenwelt bedeutet nicht, dass die Krippe groß sein muss
Die Ulrich Krippe bietet mit mehr als 130 verschiedenen Figuren und Motiven außergewöhnlich viele Möglichkeiten. Eine stimmige Weihnachtskrippe benötigt deshalb aber nicht möglichst viele Figuren.
Bereits die Heilige Familie mit Ochs und Esel kann eine vollständige, ruhige Krippenszene bilden. Hirten, Schafe, Könige und weitere Charaktere lassen sich später gezielt ergänzen – passend zum vorhandenen Platz und zur gewünschten Gestaltung.
Die große Auswahl ist deshalb vor allem ein Vorteil für die langfristige Erweiterung: Sie gibt Ihnen die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob Ihre Ulrich Krippe bewusst klein bleibt oder über viele Jahre zu einer umfangreichen Krippenlandschaft wächst.
Mit der Ulrich Krippe verbindet Holzschnitzereien Scheiderer eine jahrzehntelange Geschichte. Wir begleiten die Figurenserie bereits seit ihren frühen Jahren Ende der 1980er-Jahre und konnten ihre Entwicklung von den ersten Modellen bis zur heutigen umfangreichen Krippenwelt unmittelbar miterleben.
Eine wichtige Grundlage dafür ist der persönliche Austausch mit Ulrich Perathoner. Über viele Jahre entstanden Gespräche über bestehende Figuren, mögliche Ergänzungen und die Weiterentwicklung der Serie. Erfahrungen aus der Beratung unserer Kunden konnten dabei ebenso einfließen wie Ideen für neue Motive und Verbesserungen an vorhandenen Modellen.
Diese Verbindung wird heute mit Daniel Perathoner, dem Sohn von Ulrich Perathoner, fortgeführt. Dadurch erleben wir nicht nur, wie eine traditionsreiche Krippenserie bewahrt wird, sondern auch, wie sie innerhalb einer neuen Generation weiterentwickelt und um zusätzliche Figuren ergänzt werden kann.
Für unsere Beratung ist diese lange Zusammenarbeit besonders wertvoll. Wir kennen die Ulrich Krippe nicht nur anhand einzelner Produkte, sondern haben erlebt, wie sich Größen, Figuren und die gesamte Serie über Jahrzehnte entwickelt haben. Dieses Wissen hilft insbesondere dann, wenn ältere Ulrich Krippen ergänzt oder passende Figuren für eine bereits lange bestehende Sammlung gesucht werden.
Gleichzeitig kennen wir viele Ulrich-Krippen unserer Kunden seit Jahren. Manche begannen mit einer kleinen Figurengruppe und wurden Weihnachten für Weihnachten erweitert. So verbindet sich die Geschichte der Ulrich Krippe für uns nicht nur mit den Künstlern hinter der Serie, sondern auch mit den Krippen und Sammlungen, die wir über viele Jahre begleiten durften.
Eine Ulrich Krippe muss nicht von Anfang an aus zahlreichen Figuren bestehen. Ein sinnvoller Einstieg ist die Heilige Familie, die je nach gewünschter Szene zunächst um Ochs und Esel ergänzt werden kann. Bereits damit entsteht der Mittelpunkt der Weihnachtskrippe, um den später weitere Figurengruppen aufgebaut werden können.
Als nächste Ergänzung bieten sich häufig Hirten und Schafe an. Sie lassen sich seitlich des Stalls oder etwas weiter entfernt platzieren und schaffen erste kleine Szenen innerhalb der Krippenlandschaft. Später können die Heiligen Drei Könige, Engel, weitere Tiere und Figuren des täglichen Lebens hinzukommen.
Gerade bei einer über viele Jahre wachsenden Ulrich Krippe sollte jedoch nicht nur das Motiv der neuen Figur betrachtet werden. Entscheidend sind drei Angaben: Serie, Figurengröße und Ausführung. Eine neue Figur sollte zum Maßstab der vorhandenen Sammlung passen und möglichst in derselben Ausführung – beispielsweise natur, mehrfach gebeizt oder bemalt – gewählt werden.
Bei älteren Sammlungen lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf die vorhandenen Figuren. Da die Ulrich Krippe bereits seit Jahrzehnten gefertigt und weiterentwickelt wird, können bei älteren Exemplaren kleine Unterschiede in Ausarbeitung oder Farbwirkung gegenüber heutigen Figuren auftreten. Auch Holz und Oberflächen können sich über viele Jahre optisch verändern.
Wer eine bestehende Ulrich Krippe ergänzen möchte und Größe oder Ausführung nicht mehr sicher kennt, sollte deshalb eine vorhandene Figur nicht allein anhand ihrer tatsächlichen Höhe zuordnen. Eine kniende oder sitzende Figur ist naturgemäß kleiner als die nominelle Figurengröße der Serie. Im Zweifel kann der Vergleich mit einer vorhandenen stehenden erwachsenen Figur bei der Bestimmung helfen.
So kann eine Ulrich Krippe über viele Jahre wachsen, ohne ihren harmonischen Gesamteindruck zu verlieren. Die große Figurenwelt bietet dabei genügend Auswahl, um nicht möglichst schnell, sondern gezielt und passend zur eigenen Krippe zu erweitern.
Seit ihrer Entstehung Ende der 1980er-Jahre hat sich die Ulrich Krippe von einer neuen Südtiroler Figurenserie zu einer außergewöhnlich umfangreichen Krippenwelt entwickelt. Mehr als 130 verschiedene Figuren und Motive ermöglichen heute sowohl kleine, bewusst reduzierte Geburtsszenen als auch große Krippenlandschaften.
Geprägt wurde die Serie durch die künstlerische Arbeit von Ulrich Perathoner. Ausdrucksstarke Gesichter, natürliche Körperhaltungen, detailreiche Gewänder und der alpenländische Charakter verleihen den Figuren ihren Wiedererkennungswert. Mit Daniel Perathoner wird diese Verbindung von Bildhauerei und Krippentradition in der nächsten Generation fortgeführt.
Eine besondere Stärke der Ulrich Krippe liegt dabei in ihrer langfristigen Erweiterbarkeit. Unterschiedliche Größen und Ausführungen sowie die große Auswahl an Hirten, Tieren und Nebenfiguren ermöglichen es, mit wenigen Figuren zu beginnen und die eigene Krippe über viele Weihnachtsfeste hinweg weiterzuentwickeln.
Für uns bei Holzschnitzereien Scheiderer ist die Ulrich Krippe zugleich mit einer jahrzehntelangen persönlichen Geschichte verbunden. Seit den frühen Jahren begleiten wir die Serie, stehen im Austausch mit der Familie Perathoner und erleben im Ladengeschäft und auf dem Augsburger Christkindlesmarkt, wie bestehende Ulrich Krippen immer wieder um neue Figuren ergänzt werden.
Vielleicht liegt gerade darin der besondere Reiz dieser Krippenserie: Eine Ulrich Krippe muss niemals wirklich „fertig“ sein. Sie kann klein beginnen, über Jahre wachsen und dabei zu einer ganz persönlichen Weihnachtskrippe werden, die ihre eigene Geschichte erzählt.

ULRICH KRIPPE
Entdecken Sie die große Figurenwelt der Ulrich Krippe in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Ob Sie eine neue Krippe beginnen oder eine bestehende Sammlung um passende Hirten, Tiere und weitere Figuren ergänzen möchten – wir beraten Sie gerne bei der Auswahl.