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Artikel: Wann stellt man die Weihnachtskrippe auf? Tradition, Aufbau und der richtige Zeitpunkt

Vollständig aufgebaute Weihnachtskrippe mit Krippenstall und Krippenfiguren

Wann stellt man die Weihnachtskrippe auf? Tradition, Aufbau und der richtige Zeitpunkt

RUND UM DIE WEIHNACHTSKRIPPE

Wann stellt man die Weihnachtskrippe auf?

Die Weihnachtskrippe gehört für viele Familien genauso zur Advents- und Weihnachtszeit wie der Christbaum. Doch während der Baum häufig erst kurz vor Weihnachten geschmückt wird, kann die Krippe schon deutlich früher ihren Platz finden. Dabei muss die Krippenszene nicht von Anfang an vollständig sein.

Traditionell entwickelt sich die Darstellung im Laufe der Weihnachtszeit: Maria und Josef finden ihren Platz im Stall, an Heiligabend kommt das Jesuskind hinzu und später nähern sich die Heiligen Drei Könige. So wird aus einer zunächst ruhigen Krippenszene nach und nach die Weihnachtsgeschichte.

Wann die eigene Weihnachtskrippe aufgestellt und ergänzt wird, hängt jedoch von der persönlichen Tradition ab. Ein festes „richtig“ oder „falsch“ gibt es nicht. Wer möchte, kann die gesamte Krippe bereits im Advent aufbauen – oder die einzelnen Figuren bewusst erst zu den entsprechenden Tagen ergänzen.

Wer diese Fragen vor dem Kauf beantwortet, findet leichter eine Figurengröße, die nicht nur heute, sondern auch in einigen Jahren noch zur eigenen Weihnachtskrippe passt.

Kurz zusammengefasst

Im Advent
Die Krippe kann bereits zu Beginn der Adventszeit oder im Laufe des Advents aufgebaut werden. Stall, Landschaft und erste Figuren bilden den Anfang.

An Heiligabend
In vielen Familien kommt das Jesuskind erst am 24. Dezember in die Krippe und vervollständigt die Darstellung der Geburt Christi.

An Weihnachten
Hirten und Tiere können bereits vorher aufgestellt sein oder rund um Weihnachten zur Heiligen Familie hinzukommen.

Zum 6. Januar
Die Heiligen Drei Könige werden traditionell mit dem Fest der Erscheinung des Herrn verbunden. Wer die Geschichte nachstellt, kann sie zunächst außerhalb des Stalls platzieren und schrittweise näher rücken.

Nach Weihnachten
Wann die Krippe abgebaut wird, ist ebenfalls unterschiedlich. Häufig bleibt sie mindestens bis zum 6. Januar stehen; manche Traditionen lassen sie noch deutlich länger aufgebaut.

In diesem Artikel

Wann wird die Weihnachtskrippe traditionell aufgestellt?

Einen einzigen verbindlichen Tag für das Aufstellen der Weihnachtskrippe gibt es nicht. Je nach Region und Familientradition beginnt der Aufbau bereits mit dem Advent oder erst kurz vor Heiligabend.

Gerade bei größeren Krippen bietet es sich an, früh mit dem Stall und der Krippenlandschaft zu beginnen. Wege, Moos, Steine, Beleuchtung und erste Tiere können bereits ihren Platz bekommen, während die eigentliche Weihnachtsszene noch bewusst unvollständig bleibt.

Das hat einen besonderen Reiz: Die Krippe wird nicht nur als fertige Dekoration betrachtet, sondern entwickelt sich gemeinsam mit der Weihnachtsgeschichte.

Maria und Josef können beispielsweise bereits auf dem Weg zum Stall dargestellt werden. Hirten befinden sich zunächst mit ihren Schafen etwas außerhalb der eigentlichen Szene. Das Jesuskind fehlt noch – und auch die Heiligen Drei Könige sind noch nicht angekommen.

Schon im Advent kann die Weihnachtskrippe ihren Platz finden. Noch ist die Szene nicht vollständig – das Jesuskind und die Heiligen Drei Könige kommen später hinzu.

Die Krippe im Advent: Schritt für Schritt auf Weihnachten zu

Eine Weihnachtskrippe muss im Advent noch nicht vollständig sein. Gerade der schrittweise Aufbau macht sichtbar, dass die Krippe eine Geschichte erzählt, die sich erst nach und nach entwickelt.

Zu Beginn können zunächst der Krippenstall und die Landschaft aufgebaut werden. Krippentiere, Hirten oder andere Nebenfiguren lassen die Umgebung bereits lebendig wirken. Maria und Josef können ebenfalls schon Teil der Szene sein – entweder am Stall oder, bei einer größeren Krippenlandschaft, noch auf dem Weg dorthin.

Das Zentrum der Krippe bleibt während des Advents jedoch bewusst frei: Das Jesuskind wird nach einer verbreiteten Tradition erst an Heiligabend in die Krippe gelegt.

Wer seine Krippe jedes Jahr gemeinsam mit der Familie aufbaut, kann daraus ein schönes Ritual machen. Statt alle Figuren an einem Tag aufzustellen, verändert sich die Krippenszene über mehrere Wochen und begleitet so durch Advent und Weihnachtszeit.

Unser Tipp

Bei einer größeren Krippenlandschaft müssen nicht alle Figuren von Anfang an am Stall stehen. Hirten, Schafe oder Maria und Josef können zunächst etwas außerhalb der zentralen Szene platziert und im Laufe der Adventszeit näher an den Stall gerückt werden.

Wann kommt das Jesuskind in die Krippe?

Traditionell wird das Jesuskind erst an Heiligabend, dem 24. Dezember, in die Krippe gelegt. Bis dahin bleibt sein Platz zwischen Maria und Josef frei.

Dieser Moment kann bewusst Teil des Weihnachtsabends werden. In vielen Familien wird das Jesuskind gemeinsam mit den Kindern in die Krippe gelegt oder erscheint erst nach der Bescherung in der zuvor vorbereiteten Szene.

Damit verändert sich auch die Bedeutung der Darstellung: Aus der Krippe im Advent wird die eigentliche Weihnachtskrippe mit der Darstellung der Geburt Jesu.

Natürlich muss diese Tradition nicht zwingend übernommen werden. Wer seine Krippe bereits vor Weihnachten vollständig aufstellen möchte, kann auch das tun. Entscheidend ist weniger ein vorgeschriebener Zeitpunkt als die persönliche Bedeutung, die der Krippenaufbau für die eigene Familie hat.

Wann kommen Hirten und Tiere zur Weihnachtskrippe?

Hirten, Schafe, Ochs und Esel gehören zu den bekanntesten Figuren einer traditionellen Weihnachtskrippe. Für ihren genauen Zeitpunkt gibt es jedoch weniger feste Regeln als beispielsweise für das Jesuskind oder die Heiligen Drei Könige.

Die Tiere können bereits während des Advents Teil der Krippenlandschaft sein. Auch die Hirten lassen sich früh aufstellen und zunächst etwas entfernt vom Stall darstellen. Rund um Weihnachten rücken sie dann näher an die Heilige Familie.

Gerade bei einer größeren Krippe entsteht dadurch eine lebendige Szene: Nicht alle Figuren stehen von Beginn an dicht nebeneinander, sondern die Darstellung verändert sich mit dem Verlauf der Weihnachtsgeschichte.

Für eine kleinere Krippe ist dieser schrittweise Aufbau natürlich kein Muss. Dort können Hirten und Tiere von Anfang an gemeinsam mit den übrigen Figuren aufgestellt werden.

An Heiligabend kommt traditionell das Jesuskind hinzu. Hirten und Tiere versammeln sich um die Heilige Familie, während die Heiligen Drei Könige noch fehlen.

Wann kommen die Heiligen Drei Könige zur Krippe?

Die Heiligen Drei Könige werden traditionell mit dem 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn – auch Epiphanias oder Dreikönigstag genannt – verbunden.

Wer seine Weihnachtskrippe schrittweise aufbaut, muss Caspar, Melchior und Balthasar deshalb nicht schon an Heiligabend unmittelbar am Stall aufstellen. Bei einer größeren Krippenlandschaft können die Könige zunächst in einiger Entfernung erscheinen und in den Tagen nach Weihnachten Stück für Stück näher an die Heilige Familie rücken.

Am 6. Januar erreichen sie schließlich die Krippe.

Gerade dieser Teil lässt sich besonders schön als kleines Weihnachtsritual gestalten: Die Figuren verändern täglich oder in größeren Abständen ihre Position und machen den Weg der Könige zur Krippe sichtbar.

Bei einer kompakten Weihnachtskrippe ist eine solche Darstellung natürlich nicht notwendig. Dort können die Heiligen Drei Könige auch erst am 6. Januar ergänzt oder von Anfang an gemeinsam mit den übrigen Figuren aufgestellt werden.

Gut zu wissen

Die Heiligen Drei Könige gehören nicht zwingend zur Grundausstattung einer Krippe. Wer zunächst mit der Heiligen Familie beginnt, kann die Krippenszene später um Hirten, Tiere und die Könige erweitern.

Muss man die Weihnachtskrippe schrittweise aufbauen?

Nein. Der schrittweise Aufbau ist eine schöne Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte mit der eigenen Krippe nachzuerzählen – aber keine Voraussetzung für eine stimmige Weihnachtskrippe.

Gerade bei kleineren Krippen oder Krippensets ist es vollkommen üblich, alle vorhandenen Figuren gemeinsam aufzustellen. Heilige Familie, Hirten, Tiere und Heilige Drei Könige bilden dann von Beginn an eine vollständige Szene.

Wer dagegen eine größere Krippenlandschaft gestaltet, kann die Advents- und Weihnachtszeit nutzen, um die Darstellung immer wieder zu verändern. Maria und Josef nähern sich dem Stall, an Heiligabend kommt das Jesuskind hinzu und später folgen die Heiligen Drei Könige.

So entstehen zwei gleichermaßen schöne Möglichkeiten:

Die fertige Krippe steht bereits im Advent als weihnachtliche Darstellung bereit.

Die wachsende Krippe verändert sich über mehrere Wochen und erzählt die Weihnachtsgeschichte Schritt für Schritt.

Welche Variante besser passt, hängt vor allem von der eigenen Krippe, dem verfügbaren Platz und der persönlichen Familientradition ab.

Unser Tipp

Gestalten Sie Ihre Weihnachtskrippe so, dass der Aufbau Freude macht. Traditionen können eine schöne Orientierung geben – die eigene Krippe darf sich aber genauso an den persönlichen Gewohnheiten und der Familientradition orientieren.

Wann wird die Weihnachtskrippe abgebaut?

Auch für den Abbau der Weihnachtskrippe gibt es keinen einheitlichen Termin. Viele Familien lassen ihre Krippe mindestens bis zum 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn, stehen. Schließlich erreichen in der traditionellen Darstellung erst an diesem Tag die Heiligen Drei Könige das Jesuskind.

Damit muss die Weihnachtszeit für die Krippe aber noch nicht beendet sein.

In verschiedenen kirchlichen und regionalen Traditionen bleiben Krippen bis zum 2. Februar – dem Fest der Darstellung des Herrn, traditionell auch Mariä Lichtmess genannt – aufgebaut. Im Salzkammergut gehört beispielsweise das Aufstellen der Landschaftskrippen vom Advent bis Mariä Lichtmess ausdrücklich zur überlieferten Krippentradition.

Für die eigene Weihnachtskrippe bedeutet das: Sowohl ein Abbau nach dem Dreikönigstag als auch ein längeres Stehenlassen kann Teil einer gewachsenen Tradition sein.

Wer die Weihnachtszeit gerne etwas länger im Haus bewahrt, kann die Krippe deshalb durchaus noch im Januar stehen lassen – unabhängig davon, ob der Christbaum bereits abgebaut wurde.

Gut zu wissen

Der 6. Januar ist nicht automatisch der „letzte richtige Tag“ für eine Weihnachtskrippe. In manchen Krippentraditionen bleibt sie bis Mariä Lichtmess am 2. Februar aufgebaut.

Eine Weihnachtskrippe erzählt ihre Geschichte über mehrere Wochen

Der Aufbau einer Weihnachtskrippe kann weit mehr sein als das Aufstellen einiger Figuren vor Weihnachten. Wer möchte, lässt die Szene gemeinsam mit der Weihnachtsgeschichte entstehen: vom zunächst noch leeren Stall über die Geburt Jesu bis zur Ankunft der Heiligen Drei Könige.

Gerade darin liegt ein besonderer Reiz der Krippentradition. Die Krippe verändert sich – und begleitet damit durch Advent und Weihnachtszeit.

Dabei müssen überlieferte Bräuche nicht zu festen Regeln werden. Manche Familien stellen ihre Krippe bereits zu Beginn des Advents vollständig auf, andere ergänzen einzelne Figuren erst nach und nach. Beides kann zu einer persönlichen Tradition werden, die jedes Jahr wiederkehrt.

Am Ende sollte die Weihnachtskrippe vor allem eines sein: eine Darstellung, die zur eigenen Familie, zum Zuhause und zur persönlichen Art, Weihnachten zu feiern, passt.

Vom Advent bis zum Dreikönigstag kann die Weihnachtskrippe Schritt für Schritt wachsen und die Weihnachtsgeschichte auf besondere Weise begleiten.

Persönliche Auswahl

Sie möchten Ihre eigene Weihnachtskrippe gestalten?

Ob kompakte Heilige Familie oder eine Krippe, die über viele Jahre um weitere Figuren wächst – entdecken Sie unterschiedliche Krippenserien, Stile und Figurengrößen.

Häufige Fragen

Fragen zum Aufstellen der Weihnachtskrippe

Sandra Landherr

Über den Autor

Sandra Landherr

Holzschnitzereien Scheiderer

Sandra Landherr beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Weihnachtskrippen, Krippenfiguren und Holzschnitzereien. Im Magazin teilt sie Erfahrungen aus der Beratung, Produktauswahl und der täglichen Arbeit mit unterschiedlichen Krippenserien.