Die Kostner Krippe gehört zu den traditionsreichen Sammlerkrippen aus dem Grödnertal. Ihre Geschichte begann Anfang der 1970er-Jahre in St. Ulrich in Südtirol. Aus einer zunächst überschaubaren Figurenserie entwickelte sich über Jahrzehnte eine außergewöhnlich umfangreiche Krippenwelt mit heute mehr als 120 verschiedenen Figuren.
Charakteristisch sind ihre alpenländische Formensprache, harmonischen Proportionen und warmen Gesichtsausdrücke. Neben der Heiligen Familie, Königen und Hirten entstanden zahlreiche Tiere, Handwerker und weitere Nebenfiguren. Dadurch lässt sich eine Kostner Krippe über viele Jahre erweitern und immer wieder neu gestalten.
Mit der Geschichte dieser Krippe sind auch wir bei Holzschnitzereien Scheiderer eng verbunden: Seit den Anfängen begleiteten wir ihre Entwicklung mit Modellvorschlägen, neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen. In diesem Beitrag erzählen wir, wie die Kostner Krippe entstand, wie sich ihre große Figurenwelt entwickelte und was sie bis heute zu einer besonderen Südtiroler Sammlerkrippe macht.
Kurz zusammengefasst
Die Kostner Krippe entstand Anfang der 1970er-Jahre in St. Ulrich in Südtirol und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer der umfangreichen Grödner Sammlerkrippen. Charakteristisch sind ihre alpenländische Gestaltung, die große Figurenvielfalt und zahlreiche Figurengrößen und Ausführungen. Holzschnitzereien Scheiderer begleitet die Kostner Krippe seit ihren Anfängen und war mit eigenen Ideen, Modell- und Verbesserungsvorschlägen an ihrer Entwicklung beteiligt.
In diesem Artikel
1. Die Entstehung der Kostner Krippe in St. Ulrich
Die Geschichte der Kostner Krippe beginnt Anfang der 1970er-Jahre in St. Ulrich in Gröden. In einer Region, die seit Jahrhunderten von der Holzschnitzerei geprägt ist, entstand eine neue Krippenserie, die traditionelle Grödner Schnitzkunst mit einer besonders harmonischen und zugänglichen Formensprache verbinden sollte.
Eng verbunden ist ihre Entstehung mit der Familie Mahlknecht. Peter Mahlknecht hatte 1970 in St. Ulrich die spätere Firma PEMA gegründet. In diesem Umfeld entstanden um 1973 die ersten Modelle der Kostner Krippe. Aus den ursprünglichen Figuren entwickelte sich in den folgenden Jahren Schritt für Schritt eine immer umfangreichere Krippenserie.
Von Beginn an war die Kostner Krippe nicht nur auf die zentralen Figuren der Weihnachtsgeschichte beschränkt. Neben Maria, Josef und dem Jesuskind entstanden Könige, Hirten, Engel und Tiere. Weitere Figuren kamen im Laufe der Jahre hinzu und ermöglichten es, die eigentliche Geburtsszene um das Leben rund um die Krippe zu erweitern.
Gerade diese kontinuierliche Weiterentwicklung sollte später zu einem der wichtigsten Merkmale der Kostner Krippe werden. Aus einer neuen Südtiroler Krippenserie der 1970er-Jahre entstand über Jahrzehnte eine große Figurenwelt, die sich immer wieder ergänzen und individuell zusammenstellen lässt.
Eine besondere Rolle spielte dabei auch Holzschnitzereien Scheiderer: Die Verbindung zur Kostner Krippe reicht bis in ihre frühen Jahre zurück. Wie daraus über Jahrzehnte neue Figuren, Modelle und Varianten entstanden, wird im weiteren Verlauf ihrer Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen.
2. Von den ersten Figuren zur großen Sammlerkrippe
Die Kostner Krippe wurde nicht als vollständig abgeschlossene Figurenwelt entwickelt. Vielmehr wuchs die Serie über viele Jahre hinweg Schritt für Schritt. Zu den zentralen Figuren der Weihnachtsgeschichte kamen immer neue Hirten, Tiere, Handwerker und weitere Charaktere hinzu, mit denen sich das Geschehen rund um den Stall zunehmend lebendig gestalten ließ.
Gerade diese Erweiterbarkeit wurde zu einer besonderen Stärke der Serie. Eine Kostner Krippe konnte mit der Heiligen Familie und wenigen ausgewählten Figuren beginnen und später Jahr für Jahr ergänzt werden. Dadurch entstand für viele Krippenliebhaber keine einmalig gekaufte Dekoration, sondern eine persönliche Sammlung, die über einen langen Zeitraum wachsen konnte.
Mit der Erweiterung der Figurenwelt entstanden auch unterschiedliche Szenen des alltäglichen Lebens. Figuren bei der Arbeit, Menschen mit Gaben, verschiedene Hirten und zahlreiche Tiere ermöglichen es, neben der eigentlichen Geburtsszene auch das Leben rund um Bethlehem darzustellen. Heute umfasst die Kostner Krippe eine außergewöhnlich große Auswahl von mehr als 120 verschiedenen Figuren und Motiven.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Serie trotz ihres großen Umfangs ihren charakteristischen Stil bewahrt hat. Neue Figuren mussten sich in Proportion, Ausdruck und Gestaltung harmonisch in die bestehende Krippenwelt einfügen. Genau diese Kontinuität ist entscheidend für eine Sammlerkrippe, die über Jahrzehnte erweitert werden kann.
Für viele Besitzer ist damit auch eine persönliche Geschichte verbunden: Manche Kostner Krippen wachsen seit vielen Jahren, einzelne Figuren werden zu Weihnachten ergänzt oder verschenkt und bestehende Sammlungen innerhalb der Familie weitergegeben. Aus einer Figurenserie ist so eine Krippenwelt zum Sammeln und Weiterentwickeln geworden.
Gut zu wissen
Eine Krippe mit über 120 verschiedenen Figuren
Die Kostner Krippe gehört zu den besonders umfangreichen Südtiroler Sammlerkrippen. Im Laufe der Jahrzehnte entstand eine Figurenwelt mit mehr als 120 verschiedenen Figuren und Motiven – von der Heiligen Familie und den Königen über zahlreiche Hirten und Tiere bis zu Handwerkern und weiteren Figuren des täglichen Lebens.
Eine Kostner Krippe muss deshalb nicht von Anfang an vollständig sein. Viele Sammlungen beginnen mit wenigen Figuren und werden über Jahre hinweg Stück für Stück erweitert. Gerade diese große Auswahl macht es möglich, eine ganz persönliche Krippenlandschaft entstehen zu lassen.
3. Was den Stil der Kostner Krippe auszeichnet
Die Kostner Krippe besitzt eine traditionelle, alpenländisch geprägte Formensprache, die über die Jahrzehnte hinweg beibehalten wurde. Ihre Figuren wirken natürlich und harmonisch, ohne übermäßig feingliedrig oder streng zu erscheinen. Gerade diese ausgewogene Gestaltung macht die Serie sowohl für klassische Krippenställe als auch für größere Landschaften besonders vielseitig.
Charakteristisch sind die freundlichen, ausdrucksstarken Gesichter und die ruhigen, natürlichen Körperhaltungen. Maria und Josef strahlen Besinnlichkeit aus, während Hirten, Könige und zahlreiche Nebenfiguren durch unterschiedliche Gesten und Blickrichtungen Leben in die Krippenszene bringen. Trotz dieser Vielfalt wirken die Figuren miteinander wie aus einem Guss.
Auch bei Kleidung und Ausstattung bleibt die Kostner Krippe ihrer traditionellen Gestaltung treu. Gewänder, Falten, Werkzeuge und mitgeführte Gegenstände sind klar herausgearbeitet, ohne den Gesamteindruck der Figur zu überladen. Besonders bei den zahlreichen Hirten und Figuren des täglichen Lebens entstehen dadurch kleine eigenständige Szenen, die eine größere Krippenlandschaft lebendig machen.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die harmonischen Proportionen innerhalb der Serie. Menschen und Tiere sind so gestaltet, dass sie gemeinsam eine stimmige Figurenwelt bilden. Dadurch können neue Charaktere später ergänzt werden, ohne dass die Krippe ihren einheitlichen Gesamteindruck verliert – vorausgesetzt, die passende Figurengröße wird gewählt.
Gerade die Verbindung aus traditionellem Charakter, warmem Ausdruck und großer Figurenvielfalt erklärt, warum die Kostner Krippe über Jahrzehnte hinweg ihren eigenen Wiedererkennungswert bewahrt hat. Sie wirkt vertraut und klassisch, bietet durch ihre umfangreiche Figurenwelt aber gleichzeitig sehr viele Möglichkeiten für eine individuelle Gestaltung.
4. Von 8 bis 120 cm – die Größen der Kostner Krippe
Eine Besonderheit der Kostner Krippe ist die große Auswahl an Figurengrößen. Die Serie wurde im Laufe ihrer Geschichte in zahlreichen Maßstäben gefertigt – von kleinen Figuren für kompakte Weihnachtskrippen bis hin zu außergewöhnlich großen Ausführungen für Kirchen, öffentliche Räume oder repräsentative Krippenlandschaften.
Zu den bekannten Größen der Kostner Krippe gehören 8, 9,5, 12, 16, 20 und 25 cm. Darüber hinaus entstanden größere Ausführungen bis hin zu 48 und 120 cm. Nicht jede einzelne Figur der umfangreichen Serie ist allerdings zwangsläufig in jeder dieser Größen erhältlich.
Die angegebene Figurengröße bezieht sich bei Krippenfiguren üblicherweise auf eine stehende erwachsene Person der jeweiligen Serie. Eine kniende Maria, ein sitzender Hirte oder das Jesuskind ist deshalb naturgemäß kleiner, gehört aber dennoch zur gleichen Figurengröße. Dieses Prinzip ist besonders wichtig, wenn eine bestehende Kostner Krippe später ergänzt werden soll.
Welche Größe passend ist, hängt vor allem vom Krippenstall und den vorhandenen Figuren ab. Zwischen den einzelnen Maßstäben können bereits wenige Zentimeter einen deutlich sichtbaren Unterschied machen. Wer beispielsweise eine Kostner Krippe in 12 cm besitzt, sollte Ergänzungsfiguren deshalb ebenfalls aus der entsprechenden 12-cm-Serie auswählen.
Die große Größenauswahl trägt wesentlich zur Vielseitigkeit der Kostner Krippe bei. Eine kleine Figurengruppe lässt sich ebenso gestalten wie eine umfangreiche Krippenlandschaft mit vielen Personen und Tieren. Entscheidend ist, innerhalb einer bestehenden Krippe konsequent bei derselben Figurengröße zu bleiben.
5. Natur, gebeizt oder bemalt – die Ausführungen der Kostner Krippe
Die Wirkung einer Kostner Krippenfigur wird nicht nur durch ihre Form und Größe bestimmt. Auch die Oberflächengestaltung verändert ihren Charakter deutlich. Die Kostner Krippe wird in verschiedenen Ausführungen angeboten, die vom natürlichen Erscheinungsbild des Holzes bis zur farbig gestalteten Figur reichen.
Bei der Naturausführung bleibt das Holz optisch im Mittelpunkt. Maserung, Farbton und die Spuren der Schnitzarbeit sind unmittelbar sichtbar. Dadurch wirken die Figuren besonders ruhig und ursprünglich. Gerade bei einer umfangreichen Krippe entsteht so ein harmonisches Gesamtbild, bei dem Formen und handwerkliche Details im Vordergrund stehen.
Eine andere Wirkung besitzt die mehrfach gebeizte Ausführung. Unterschiedliche Beiztöne heben Gewänder, Haare und einzelne Details voneinander ab, ohne die natürliche Struktur des Holzes vollständig zu verdecken. Die Figuren erhalten dadurch mehr Kontrast und Tiefe, behalten aber weiterhin ihren charakteristischen Holzcharakter.
Bei den bemalten Kostner Figuren kommt zur Schnitzarbeit die farbliche Gestaltung hinzu. Hauttöne, Kleidung und kleine Details werden sorgfältig aufeinander abgestimmt und verleihen den einzelnen Charakteren zusätzliche Lebendigkeit. Gerade in größeren Krippenszenen können die unterschiedlichen Farben die einzelnen Personen und Figurengruppen stärker hervorheben.
Welche Ausführung am besten gefällt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für eine bereits bestehende Kostner Krippe gilt jedoch eine wichtige Regel: Neue Figuren sollten möglichst in derselben Ausführung wie die vorhandene Sammlung gewählt werden. Natur, mehrfach gebeizt und bemalt unterscheiden sich optisch deutlich, auch wenn ihnen dasselbe Figurenmodell zugrunde liegt.
6. Wie die Kostner Krippenfiguren entstehen
Am Anfang jeder Kostner Krippenfigur steht das Modell des Bildhauers. Es legt Haltung, Proportionen, Gesichtsausdruck und die charakteristischen Details der jeweiligen Figur fest. Dieses Modell bildet die Grundlage dafür, dass auch später ergänzte Figuren ihren typischen Kostner-Charakter bewahren und sich harmonisch in die bestehende Serie einfügen.
Für die Herstellung wird das Holz zunächst in die grundlegende Form der jeweiligen Figur gebracht. Bei serienmäßig gefertigten Südtiroler Krippenfiguren können dabei Schnitzmaschinen vorbereitende Arbeitsschritte übernehmen. Der so entstandene Rohling besitzt bereits die wesentlichen Konturen, die charakteristischen Feinheiten der Figur müssen jedoch anschließend ausgearbeitet werden.
Bei dieser handwerklichen Nachbearbeitung entstehen die Details, die für den Ausdruck der Kostner Figuren entscheidend sind: Gesichtszüge, Hände, Haare, Gewandfalten und kleinere Gegenstände werden herausgearbeitet und vorhandene Konturen verfeinert. Gerade bei Figuren mit Werkzeugen, Gaben oder Tieren zeigt sich, wie viele einzelne Elemente zu einer fertigen Krippenfigur gehören.
Anschließend folgt je nach Variante die entsprechende Oberflächengestaltung. Naturfiguren behalten ihren zurückhaltenden Holzcharakter, während bei mehrfach gebeizten und bemalten Figuren zusätzliche Arbeitsschritte notwendig sind. So entsteht aus demselben Grundmodell eine Figur mit jeweils unterschiedlicher optischer Wirkung.
Dieses Zusammenspiel aus künstlerischem Modell, reproduzierbarer Grundform und handwerklicher Ausarbeitung ist auch für den Charakter einer Sammlerkrippe wichtig. Es ermöglicht, eine Figurenserie über einen langen Zeitraum fortzuführen und neue Charaktere zu entwickeln, ohne dass die gestalterische Einheit der Kostner Krippe verloren geht.
Gut zu wissen
Warum gleicht keine Kostner Figur exakt der anderen?
Auch wenn Kostner Krippenfiguren auf demselben Modell basieren, können sich einzelne Exemplare leicht voneinander unterscheiden. Holz ist ein Naturmaterial, dessen Maserung und Farbton variieren. Hinzu kommen die handwerkliche Ausarbeitung und – je nach Ausführung – Beizung oder Bemalung.
Kleine Unterschiede sind deshalb kein Widerspruch zur einheitlichen Figurenserie. Sie gehören vielmehr zum Charakter einer Holzfigur und sorgen dafür, dass jede Kostner Figur ihre eigenen feinen Besonderheiten besitzt.
7. Kostner Krippe und Holzschnitzereien Scheiderer – eine lange gemeinsame Geschichte
Mit der Kostner Krippe verbindet Holzschnitzereien Scheiderer eine besondere Geschichte. Wir führen die Figuren nicht erst seit einigen Jahren in unserem Sortiment, sondern begleiten die Krippenserie bereits seit ihren frühen Anfängen in den 1970er-Jahren.
Über die Jahrzehnte entstand dabei ein enger Austausch rund um die Weiterentwicklung der Figurenwelt. Eigene Ideen, Modellvorschläge und Verbesserungsvorschläge flossen in die Entwicklung der Kostner Krippe ein. Neue Figuren und Motive erweiterten nach und nach die bestehende Serie und trugen dazu bei, dass aus den ursprünglichen Modellen die heute so umfangreiche Sammlerkrippe entstehen konnte.
Besonders wichtig war dabei immer die praktische Erfahrung mit den Krippenliebhabern selbst. Im persönlichen Kontakt zeigte sich, welche Figuren Kunden für ihre Krippen suchten, welche Ergänzungen noch fehlten und wie sich bestehende Szenen sinnvoll erweitern ließen. Solche Erfahrungen konnten wiederum Anregungen für neue Figuren und Weiterentwicklungen liefern.
Dadurch kennen wir die Kostner Krippe heute nicht nur als Händler, sondern als eine Serie, deren Entwicklung wir über viele Jahrzehnte unmittelbar miterlebt und begleitet haben. Dieses Wissen hilft uns auch bei der Beratung: von der passenden Figurengröße und Ausführung bis zur Frage, welche Figuren eine bestehende Kostner Krippe sinnvoll ergänzen können.
Viele unserer Kunden bauen ihre Kostner Krippe ebenfalls seit Jahren oder Jahrzehnten auf. Manche Sammlungen begleiten wir bereits über einen langen Zeitraum – vom ersten Figurenensemble bis zu umfangreichen Krippenlandschaften mit Hirten, Tieren, Handwerkern und zahlreichen weiteren Charakteren.
8. Die große Figurenwelt der Kostner Krippe
Eine der besonderen Stärken der Kostner Krippe ist ihre außergewöhnlich umfangreiche Figurenwelt. Neben den zentralen Personen der Weihnachtsgeschichte entstanden über die Jahrzehnte zahlreiche Charaktere, Tiere und Alltagsszenen. Dadurch lässt sich aus einer kleinen Figurengruppe nach und nach eine lebendige Krippenlandschaft gestalten.
Im Mittelpunkt stehen traditionell Maria, Josef und das Jesuskind, begleitet von Ochs und Esel. Hinzu kommen die Heiligen Drei Könige, Engel sowie zahlreiche Hirten in unterschiedlichen Haltungen. Gerade die Vielfalt der Hirten ermöglicht es, Figuren nicht nur unmittelbar am Stall, sondern auch weiter außerhalb der eigentlichen Geburtsszene zu platzieren.
Eine wichtige Rolle spielen außerdem die Tiere der Kostner Krippe. Schafe und Lämmer lassen sich zu kleinen Herden zusammenstellen und mit den passenden Hirten kombinieren. Weitere Tiere bereichern größere Landschaften und sorgen dafür, dass auch Bereiche abseits des Krippenstalls lebendig wirken.
Besonders interessant für umfangreiche Sammlungen sind die zahlreichen Nebenfiguren und Darstellungen des täglichen Lebens. Menschen mit Gaben, arbeitende Figuren und verschiedene Charaktere ermöglichen kleine eigenständige Szenen rund um die eigentliche Weihnachtsgeschichte. Dadurch kann eine Kostner Krippe weit über die klassische Darstellung am Stall hinauswachsen.
Trotz dieser großen Auswahl muss eine Krippe keineswegs möglichst viele Figuren enthalten. Oft entsteht bereits mit wenigen sorgfältig ausgewählten und sinnvoll angeordneten Figuren eine überzeugende Szene. Wer später erweitern möchte, kann weitere Charaktere gezielt ergänzen und die Krippenlandschaft Jahr für Jahr weiterentwickeln.
Gerade darin liegt der Reiz der Kostner Krippe: Die große Figurenwelt gibt einen Rahmen vor, wie umfangreich die eigene Krippe letztlich wird, entscheidet jedoch jeder Sammler selbst.
9. Kostner Figuren richtig kombinieren und aufstellen
Die große Figurenvielfalt der Kostner Krippe eröffnet viele Möglichkeiten bei der Gestaltung. Entscheidend ist jedoch nicht, möglichst viele Figuren aufzustellen, sondern eine harmonische Krippenszene mit klaren Blickrichtungen und zusammengehörigen Figurengruppen entstehen zu lassen.
Den Mittelpunkt bildet die Heilige Familie. Das Jesuskind steht beziehungsweise liegt im Zentrum der Geburtsszene, Maria und Josef werden ihm zugeordnet. Ochs und Esel können etwas weiter hinten platziert werden und bilden einen ruhigen Hintergrund, ohne den Blick auf die Heilige Familie zu verdecken.
Hirten und Schafe eignen sich besonders gut für die Bereiche seitlich des Krippenstalls und in der angrenzenden Landschaft. Dabei wirken kleine Gruppen häufig natürlicher als gleichmäßig verteilte Einzelfiguren. Ein Hirte kann beispielsweise gemeinsam mit mehreren Schafen eine eigene Szene bilden, während andere Figuren auf dem Weg zur Heiligen Familie dargestellt werden.
Die Heiligen Drei Könige bieten zusätzliche Möglichkeiten. Je nach Größe der Krippenlandschaft können sie unmittelbar an der Geburtsszene stehen oder mit Begleitfiguren als herannahende Gruppe inszeniert werden. Handwerker und andere Figuren des täglichen Lebens gehören dagegen eher in die äußeren Bereiche und schaffen dort kleine Nebenszenen.
Besonders wichtig ist die Blickrichtung der Figuren. Die Figuren sollten nicht nur innerhalb der Szene miteinander in Beziehung stehen, sondern zugleich so gedreht werden, dass ihre Gesichter für den Betrachter gut sichtbar bleiben. Steht man vor der Krippe, sollten möglichst keine wichtigen Figuren dem Betrachter vollständig den Rücken zukehren. So bleiben die ausdrucksstarken Gesichter der Kostner Figuren sichtbar und die gesamte Szene wirkt offener.
Bei größeren Krippen hilft außerdem eine Staffelung in der Tiefe: zentrale Figuren vorne beziehungsweise im Mittelpunkt, weitere Personen und Tiere seitlich oder etwas weiter hinten. So entsteht eine lebendige Landschaft, ohne dass sich die Figuren gegenseitig verdecken.
Unser Tipp
Achten Sie auf die Gesichter Ihrer Krippenfiguren
Beim Aufstellen einer Kostner Krippe sollten die Figuren nicht nur auf das Geschehen rund um das Jesuskind ausgerichtet werden. Drehen Sie Maria, Josef, Hirten, Könige und weitere Figuren so, dass ihre Gesichter auch für den Betrachter gut sichtbar bleiben.
Stehen Sie dazu während des Aufbaus immer wieder vor Ihrer Krippe und betrachten Sie die Szene aus der späteren Blickrichtung. Schon kleine Veränderungen im Winkel einer Figur können dafür sorgen, dass Mimik und Ausdruck besser zur Geltung kommen und die gesamte Krippenszene offener und lebendiger wirkt.
10. Eine Kostner Krippe Schritt für Schritt erweitern
Eine der Stärken der Kostner Krippe ist, dass eine schöne Krippenszene nicht von Anfang an aus zahlreichen Figuren bestehen muss. Bereits mit wenigen sorgfältig ausgewählten Figuren lässt sich ein stimmiger Einstieg schaffen. Weitere Charaktere können später passend zur vorhandenen Krippe ergänzt werden.
Den klassischen Ausgangspunkt bildet die Heilige Familie mit Maria, Josef und dem Jesuskind. Ochs und Esel ergänzen die Szene am Stall und schaffen bereits mit wenigen Figuren das vertraute Bild der Weihnachtsgeschichte. Wer die Krippe etwas lebendiger gestalten möchte, kann anschließend erste Hirten und Schafe hinzufügen.
Als nächste Erweiterung bieten sich die Heiligen Drei Könige an. Gemeinsam mit weiteren Hirten, Engeln und Tieren entsteht daraus bereits eine umfangreichere Weihnachtskrippe. Dabei müssen nicht alle Figuren unmittelbar um das Jesuskind stehen: Gerade die Kostner Krippe bietet genügend unterschiedliche Charaktere, um auch Wege, Weiden und Bereiche außerhalb des Stalls zu gestalten.
Bei größeren Sammlungen kommen schließlich Handwerker, Menschen mit Gaben und weitere Figuren des täglichen Lebens hinzu. Sie erzählen kleine Geschichten abseits der eigentlichen Geburtsszene und machen aus einer klassischen Weihnachtskrippe nach und nach eine umfangreiche Krippenlandschaft.
Welche Figuren als Nächstes sinnvoll sind, hängt deshalb weniger von einer festen Reihenfolge als von der vorhandenen Krippe und dem verfügbaren Platz ab. Eine kleine Landschaft profitiert häufig stärker von einigen gut zusammengestellten Figurengruppen als von möglichst vielen einzelnen Charakteren.
Wichtig ist bei jeder späteren Ergänzung, auf die richtige Kostner-Serie, Figurengröße und Ausführung zu achten. Sind diese drei Punkte identisch mit der bestehenden Krippe, können auch Jahre später erworbene Figuren harmonisch in die vorhandene Sammlung integriert werden.
11. Die Kostner Krippe – eine Krippenwelt, die mitwachsen kann
Die Kostner Krippe hat sich seit ihren Anfängen in den 1970er-Jahren von einer überschaubaren Figurenserie zu einer außergewöhnlich umfangreichen Südtiroler Sammlerkrippe entwickelt. Mehr als 120 verschiedene Figuren und Motive eröffnen heute Möglichkeiten, die weit über die klassische Szene mit der Heiligen Familie hinausgehen.
Trotz dieser Vielfalt hat die Serie ihren charakteristischen Ausdruck bewahrt. Die traditionelle Formensprache, harmonischen Proportionen und freundlich gestalteten Figuren sorgen dafür, dass auch umfangreiche Krippenlandschaften als zusammengehörige Einheit wirken.
Dabei muss eine Kostner Krippe keineswegs groß beginnen. Gerade die Möglichkeit, mit wenigen Figuren zu starten und die eigene Krippe über Jahre hinweg zu erweitern, gehört zu ihrem besonderen Reiz. Hirten und Schafe, Könige, Tiere oder Figuren des täglichen Lebens können nach und nach hinzukommen – immer passend zum verfügbaren Platz und zur persönlichen Vorstellung der eigenen Weihnachtskrippe.
Für uns bei Holzschnitzereien Scheiderer ist die Kostner Krippe zugleich mit einer jahrzehntelangen gemeinsamen Geschichte verbunden. Wir haben ihre Entwicklung seit den frühen Jahren begleitet und erleben bis heute, wie bestehende Sammlungen weiterwachsen und teilweise innerhalb von Familien an die nächste Generation weitergegeben werden.
So ist die Kostner Krippe mehr als eine große Auswahl einzelner Holzfiguren. Sie bietet die Möglichkeit, eine ganz persönliche Krippenwelt entstehen zu lassen – Figur für Figur und Jahr für Jahr.

KOSTNER KRIPPE
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